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Migration und Integration in Deutschland

Die Wirtschaft entschied über die Anzahl der angeworbenen Gastarbeiter wie über deren Verteilung innerhalb der Bundesrepublik.

Ursula Mehrländer, Ausländerpolitik im Konflikt, 1978

Türkische Presse Europa

15.04.2010 – Islamkonferenz, Religionsunterricht, Türkisch

Die Europaausgaben der türkischen Tageszeitungen berichten vornehmlich über die Äußerungen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière zur Deutschen Islam Konferenz (DIK). De Maizière wies Kritik über Themenwahl und personeller Besetzung ab und bezeichnete die Konferenz als ein Forum der Bundesregierung. Weitere Themen sind der islamische Religionsunterricht in Hessen, eine Petition für mehr Türkisch-Unterricht in Bremen, u.v.m.

De Maizière: „In der Islamkonferenz werden nur 25 Prozent der Muslime vertreten“
Die Berliner CDU hat ihr Integrationspapier „Gemeinsinn und Leistung“ in Anwesenheit von Bundesinnenminister Thomas de Maizière einstimmig beschlossen. De Maizière nannte den Ansatz des „Förderns und Forderns“ den richtigen Weg zur Integration.

In seiner Rede bezeichnete er die DIK als ein Forum der Bundesregierung. Sichtlich verärgert über die Reformforderungen wies der Innenminister Kritik über Themenwahl und personeller Besetzung von sich. „Nur 25 Prozent der Muslime werden in der Konferenz vertreten“, räumte de Maizière ein. Er betonte auch, dass der Islam Teil der deutschen Gesellschaft sei. Die Muslime müssten sich allerdings an die hiesige Rechtsordnung halten und ihre Kinder nicht von der Schule abhalten. De Maizière habe zudem erklärt, dass sowohl der Fundamentalismus als auch die Islamfeindlichkeit bekämpft werden müsse.

Der Innenminister habe in seiner Rede ferner die Doppelstaatigkeit entschieden abgelehnt. Man könne nur zu einem Land loyal sein. Für eine Analyse des Optionsmodells sei es hingegen noch zu früh. Wichtig sei, dass den Jugendlichen, die sich nun entscheiden müssen, ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt wird. (SABAH, HÜRRIYET, MILLIYET, ZAMAN)

Hahn: „Wir haben keinen Ansprechpartner für den Religionsunterricht“
Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) erklärte, dass für die Einführung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen derzeit ein Ansprechpartner fehlt. Die muslimischen Gemeinschaften erfüllen die Voraussetzungen noch nicht, so Hahn. Hüseyin Kurt, Landesvertreter der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), versicherte, dass sie die Voraussetzungen sehr bald erfüllen werden. (ZAMAN)

„Erfolgreiche Zuwanderer sind Teil der deutschen Kultur“
Hessens Staatsminister Michael Boddenberg sagte der HÜRRIYET, dass die Integrationsprobleme nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Zugleich müsse man aber auch die Integrationserfolge sehen. Erfolgreiche Zuwanderer seien Teil der Gesellschaft und auch der deutschen Kultur.

Boddenberg äußerte sich auch zu der Forderung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland türkische Gymnasien zu gründen. Es wäre der Integration hinderlich, wenn in einer Schule nur türkische Kinder unterrichtet werden, meint Boddenberg. Türkische Schulen seien aber für die Kinder türkischer Diplomaten sinnvoll. Auch in den deutschen Auslandsschulen werden hauptsächlich Kinder deutscher Auslandsvertretungen unterrichtet, glaubt er.

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Ein Kommentar
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  1. Dybth sagt:

    „Der Innenminister habe in seiner Rede ferner die Doppelstaatigkeit entschieden abgelehnt. Man könne nur zu einem Land loyal sein.“

    Gild das fuer Michel Friedmann und Kevin Kuryani auch? Auch fuer die Schweizer, die die deutsche Staatsangehoerigkeit annehmen?



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