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Migration und Integration in Deutschland

Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Türkische Presse Europa

02.03.2010 – Imamausbildung, Diplom, Visum

Die türkischsprachige Presse vom Dienstag berichtet von der Tagung zur Imamausbildung in Osnabrück. Außerdem spricht sich Maria Böhmer erneut für die Anerkennung von Diplomen aus.

DATUM3. März 2010

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Imamausbildung in der universitären Ausbildung
Die Imamausbildung in Deutschland hat ihren Weg in die universitäre Debatte gefunden. Darüber berichtet die ZAMAN. In Osnabrück veranstaltete das „Zentrum für interkulturelle Studien“ eine Tagung zur Imamausbildung in Deutschland, auf der unter anderen auch der Niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) auftrat. Schünemann kündigte an, dass man in Osnabrück ein Zentrum der Islamforschung aufbauen wolle. So werde die Universität schon in nächster Zeit eine Imamfortbildung  für bereits in Dienst stehende Imame anbieten. An dem Symposium nahmen über 50 Experten als Referenten teil.

Böhmer: Anerkennung der Diplome gegen Hartz IV
Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Maria Böhmer, bezeichnete die Zahl der  Hartz IV-Empfänger unter Migranten als dramatisch. 28 Prozent der 6,7 Millionen Hartz IV-Empfänger seien Zuwanderer. Um dieses Problem zu lösen bedürfe es Anstrengungen in der Bildung und in der Sprache. Viele Zuwanderer könnten nicht genug Deutsch oder hätten keine abgeschlossene Berufsausbildung. Böhmer verwies nach MILLIYET und HÜRRIYET aber auch darauf, dass es auch hochqualifizierte Hartz IV-Empfänger gebe. Über eine halbe Million Zuwanderer könnten nicht angemessen eingesetzt werden, weil ihre ausländischen Diplome nicht anerkannt werden.

Türkische Künstlerin lehnt Visums-Angebot ab
Nach einem Bericht der HÜRRIYET lehnte die türkische Künstlerin Asli Yilmaz das ihr angebotene Visum für die Einreise nach Deutschland ab. Zuvor wurde ihre Antrag noch von der deutschen Botschaft in Ankara abgelehnt. Die Künstlerin wollte an einer Porzellan-Ausstellung in Krefeld teilnehmen. Nachdem die Botschaft ihren Fehler erkannt hat, habe sie der Künstlerin ein Visum angeboten. Yilmaz lehnte dies jedoch ab. Sie hätte sich entwürdigt gefühlt und wolle kein Visum mehr haben.

Regierung sucht nach Sündenböcken
Türkischstämmige Gewerkschaftler in Hamburg werfen der Regierung vor, nach Sündenböcken  zu suchen. Davon berichtet die SABAH. Die Mitglieder und Führungspersonen des DGB kritisierten die ausgrenzende Politik der letzten Jahre der Regierung gegenüber Zuwanderern. Mit der aktuellen Hartz IV-Debatte suche die Regierung nach einem Sündenbock statt nach Lösungen.

24 Stunden ohne Migranten
Nach einem Beitrag von MILLIYET und HÜRRIYET haben Interessengruppen  in Frankreich zu einem „24 Stunden ohne uns“- Boykott aufgerufen. Dabei wurden Migranten in Frankreich zu einem ein-tägigen Boykott aufgerufen, bei dem diese weder arbeiten, noch einkaufen sollen. Damit wolle man Politikern, die auf dem Rücken der Migranten Wahlkampf betreiben, einen Denkzettel verpassen.

Kommunalwahlrecht in den Niederlanden
In den Niederlanden finden am Mittwoch Kommunalwahlen statt. An der Wahl nehmen auch 200 türkischstämmige Kandidaten teil. Während in Deutschland noch immer über das Kommunalwahlrecht diskutiert werde, würden Türken in den Niederlanden schon zum siebten Mal an die Wahlurne gehen, berichten MILLIYET und HÜRRIYET.

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