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Migration und Integration in Deutschland

Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

Türkische Presse Europa

18.02.2010 – Doppelpass, Integration, Ausbildung, Berlinale

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen berichten über die Doppelpass-Entscheidung des VG-Stuttgart zu Gunsten einer jungen Türkin. Außerdem: Berlinale, Integration, türkische Universität in Berlin.

DATUM19. Februar 2010

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Doppelte Staatsbürgerschaft für türkische Kinder
Unter dieser Überschrift berichtet die HÜRRIYET über die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart über den Einbürgerungsantrag einer 14-jährigen Türkin (wir berichteten). Das Gericht hatte entschieden, dass ein Warten des Einbürgerungsbewerbers bis zu ihrem 18. Lebensjahr nicht zumutbar ist.

Türkische minderjährige Kinder können kraft türkischen Staatsbürgerschaftsrechts aus der türkischen Staatsbürgerschaft nicht entlassen werden, wenn auch nicht gleichzeitig die Eltern die Ausbürgerung beantragen. Der Anwalt der jungen Türkin habe der HÜRRIYET gegenüber gesagt, dass das Land den Berufungsantrag gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts in letzter Minute zurückgezogen habe und die Entscheidung nun Rechtskraft erlangt habe. Das Land habe sich zu diesem Schritt entschlossen weil eine höchstrichterliche Entscheidung einen verbindlichen Charakter auch für andere Gerichte entfaltet hätte. Dies habe man verhindern wollen. Für Memet Kilic (Grüne) sei diese Entscheidung ein Meilenstein, berichtet die HÜRRIYET.

Für die Integration muss sich auch die deutsche Gesellschaft ändern
Die SABAH greift die Worte des Vorsitzenden der türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, auf. Er habe gesagt, dass für eine erfolgreiche Integration sich auch die deutsche Gesellschaft ändern müsse. Immer werde von Migranten und insbesondere von Türken gefordert, dass sie einen Schritt machen. Allerdings hätten Länder, die Zuwanderer aufnehmen, die Eigenschaft, dass sich die Gesamtgesellschaft ändere. Das müsse auch für Deutschland gelten.

Türkische Migranten sind unverzichtbar
Unter dieser Schlagzeile berichtet die SABAH über die Worte des Deutschen Botschafters in Ankara, Eckart Cuntz. Er habe gesagt, dass Türken in Deutschland ein großes Mehrwert seien. Türken seien heute und würden auch morgen ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft sein. Außerdem habe Cuntz die enorme strategische Rolle der Türkei hervorgehoben. Letzteres betont die TÜRKIYE.

Wir konnten nicht akzeptieren, dass Deutschland ein Zuwanderungsland ist
Dies habe Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gesagt. Jährlich seien Hunderttausende in die Bundesrepublik eingewandert und man habe das nicht wahrhaben wollen. Die TÜRKIYE bringt diese Meldung unter dem Titel: „Eingeständnis der CDU“.

Türkische Jugendliche in die Berufsausbildung
Die HÜRRIYET berichtet über den „Aktionsplan Ausbildung“ des Landes Nordrhein-Westfalen mit vier türkischen Generalkonsulaten und dem türkischen Unternehmerverband ATIAD (wir berichteten). „Die Zukunft liegt in der Ausbildung“, titelt die HÜRRIYET.

Türkische Universität in Berlin
Die türkische Universität „Bahcesehir Üniversitesi“ habe ein Büro in Berlin eröffnet, berichtet die TÜRKIYE. Bei der Eröffnung habe unter anderem die Berliner Justizministerin Gisela von der Aue teilgenommen. Sie habe prognostiziert, dass künftig ein engere Zusammenarbeit von Wissenschaftlern beider Länder möglich sein wird und die Erkenntnisse zu Problemlösungen für Türken in Deutschland beitragen werden.

Berlinale
Filme von muslimischen Regisseuren genießen bei der Berlinale besondere Aufmerksamkeit, berichtet die ZAMAN und stellt die Filme „Bal“ von Kapanoglu und „Sehadet“ von Qurbani vor.

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Ein Kommentar
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  1. Ingo Langner sagt:

    Wie verträgt sich eigentlich „Einwanderung(sland)“ mit der Forderung nach einem Doppelpass/einer Doppelstaatlichkeit? Definiert sich „Einwanderung“ jetzt als mit einem Bein hier und mit dem anderen dort bleiben?



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