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Ausstellung

Auf der Flucht – Sieben Lebenswege nach Deutschland 1980-2010

„Gib niemals auf!“ – das ist das Lebensmotto des 22jährigen Alan Kadiews. Geflohen mit 13 Jahren aus der russischen Republik Dagestan, lebt er heute mit dem Aufenthaltsstatus der Duldung in Bremerhaven. In „Auf der Flucht. Sieben Lebenswege nach Deutschland 1980–2010.“ stehen Flüchtlinge aus Dagestan, dem Iran, Kamerun, Togo, der Türkei und Sri Lanka im Mittelpunkt, die heute in Bremerhaven leben.

Eineinhalb Jahre dauerten die Recherchen und Interviews, die Karin Heß, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Auswandererhauses, durchführte. Sie fragte nach den Fluchtgründen, der Fluchtroute und dem neuen Leben in Deutschland. Und sie bat jeden Protagonisten, sein liebstes Erinnerungsstück zu benennen. Entstanden sind sieben höchst unterschiedliche Flüchtlingsportraits, denen eines gemeinsam ist: Die Familie und die Kinder schenken die Lebenskraft.

Nähere Infos zur Ausstellung „Auf der Flucht. Sieben Lebenswege nach Deutschland 1980–2010.“ gibt es auf dah-bremerhaven.de.

Heute halten sich 80 Prozent der 40 Millionen Flüchtlinge, die weltweit unterwegs sind, nicht in den westlichen Industrienationen auf, sondern in Entwicklungsländern. In Deutschland lebten 2008 insgesamt 529.000 Flüchtlinge, bis zum 30. November 2009 wurden genau 25.429 Asylerstanträge gestellt. Die Voraussetzungen unter denen Asylanträge in Deutschland anerkannt werden, thematisiert die Sonderausstellung ebenso wie die rechtlichen Bestimmungen, die greifen, wenn ein Asylantrag abgelehnt wird.

Sieben Millionen Menschen gingen zwischen 1830 und 1974 von Bremerhaven in die Neue Welt. Darunter befanden sich hunderttausende Flüchtlinge. Was bewegte diese Menschen auszuwandern, zu fliehen? Woran hängt das Herz, wenn man in der Fremde leben muss? Die neue Sonderausstellung lenkt den Blick in die Gegenwart und zeigt Antworten von heutigen Flüchtlingen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Pädagogischen Zentrum e.V. in Bremerhaven und ist in der Zeit vom 31. Januar bis zum 2. Mai 2010 zu sehen. Die eindringlichen Ausstellungsporträts stammen von dem Hamburger Fotografen Stefan Volk. Die Ausstellung wurde von Andreas Heller Architects & Designers gestaltet.