MiGAZIN

Forschung

Wie viel „Deutscher“ steckt in mir?

Diese Frage stellen sich wohl viele Migranten in Deutschland. Bin ich nun Deutscher, Ausländer oder eher eine Mischung aus Beidem? Der Diplomant Dusan Sliva ist selbst als kleines Kind mit seinen Eltern von Tschechien nach Deutschland gekommen. Einen Großteil seines Lebens lebte er als „normaler“ Deutscher. Trotzdem drängt sich ihm ab und an die Frage auf: „Wie viel Deutscher steckt wirklich in mir?“ Und vor allem „geht es anderen Migranten ähnlich wie mir?“

Im Rahmen seiner Diplomarbeit an der FH Jena sucht Dusan Sliva die Antwort auf die Frage „Wie viel Deutscher steckt in mir?“ Dazu braucht er die Unterstützung von türkisch- und russischstämmigen Migranten und ruft zur Teilnahme am Online Fragebogen auf.

Bei der Wahl eines Themas für seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL schien ihm diese Frage wichtig genug um sie genauer zu erarbeiten. Hat er die Werte Deutschlands als seine eigenen angenommen oder steckt in ihm und anderen Migranten doch noch viel von der ursprünglichen Heimat.

Um dies herauszufinden wurde eigens ein Online-Fragebogen erstellt. Er ist konzipiert für Türken und Russen aus der zweiten und dritten Generation. Die Ergebnisse sollen darstellen in wie weit man sich als Migrant oder Deutscher fühlt, ob Unterschiede zwischen den Generationen bestehen und natürlich auch Fragen klären, die Relevanz für das Marketing besitzen. Möchten Migranten zum Beispiel überhaupt unter Zuhilfenahme ihrer Heimatsprache angesprochen werden? Kann ein solches Ethno Marketing zu einer verbesserten Integration beitragen?

Zusammen mit Dr. Alexander Magerhans und der Unterstützung der Fachhochschule Jena hoffen sie Antwort auf diese Fragen zu finden. Der Fragebogen ist fast ausschließlich zum Ankreuzen und nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch – maximal 15 Minuten. Die Teilnahmefrist läuft bis zum 20. Februar und die Diplomarbeit wird nach Fertigstellung veröffentlicht, damit Migranten mit ähnlichen Fragen auch ein paar Antworten finden können.

Dusan Sliva freut sich über eine rege Teilnahme und bittet um Unterstützung. Hier geht es zum Online Fragebogen.