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Türkische Presse Türkei

13.01.2010 – Israel, Russland, Zypern, Wirtschaftskrise

Recep Tayyip Erdoğan befindet sich in Moskau. Außerdem sagte Bülent Arınç in Richtung Israel „Die Türkei wird die passende Antwort geben.“ Schließlich hofft Mehmet Ali Talat auf eine Lösung des Zypernproblems. Weitere Themen sind die Weltwirtschaftskrise und Istanbul als europäische Kulturhauptstadt 2010.

VONTRT & BYEGM

DATUM13. Januar 2010

KOMMENTARE9

RESSORTTürkische Presse Türkei

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan: „2010 wird für uns ein Wendepunkt in der Wirtschaft werden“
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der sich auf Einladung seines russischen Amtskollegen Wladimir Putin für einen zweitägigen besuch in Moskau befindet, erklärte auf einer Arbeitsversammlung, an dem die türkischen Unternehmer in Russland teilnahmen, dass die Türkei einer der 14 Länder sei, dessen Kreditnote während der globalen Wirtschaftskrise erhöht wurde und sagte: „Der Wirtschaftswachstum wird sich dieses Jahr noch mehr verbessern und 2010 wird für uns ein Wendepunkt in der Wirtschaft werden. Dies wurde auch von den Internationalen Autoritäten und Institutionen bestätigt.“

Unterdessen lobte Erdoğan auch die Betätigungen der türkischen Unternehmer in Russland und sagte: „Wir werden unser bestes tun um euch zu unterstützen und planen in kürzester Zeit einen gemeinsamen hohen Arbeitsrat mit Russland zu gründen. (Türkiye)

Erdoğan erhält Auszeichnung der Stiftung König Faisal
Saudi-Arabien hat Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit dem Internationalen König-Faisal-Preis für seinen Dienst am Islam ausgezeichnet. Erdoğan erhielt eine 200 Gramm schwere Goldplakette, ein Gold-Medaillon und unteranderem noch 200 Tausend Dollar.

Die Saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA berichtete, dass Erdoğan in Anerkennung außerordentlicher Führungsqualitäten und wegen seiner großartigen Bemühungen um die Angelegenheiten der islamischen Welt geehrt wurde. Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) Ekmeleddin Ihsanoğlu gratulierte Erdoğan und sagte: “Dieser Preis ist der höchste Preis der islamischen Welt und wurde bis heute nur denjenigen verliehen, die der islamischen Welt besonders große Dienste geleistet haben.” Unteranderem gratulierten ihn auch der Gouverneur von Mekka Halid El Faysal am Telefon.

Erdoğan sagte: „Dieser Preis wird zweifellos die Dienste der Türkei für den Frieden erhöhen. Der größte Preis ist, dass wir auf den Weg zum Frieden nicht allein sind.”

Den König-Faysal-Preis, der seit 1976 verliehen wird, bekam vorher schon auch der verstorbene muslimische Präsident von Bosnien-Herzegowina Aliye Izzetbegoviç. (Cumhuriyet)

Arınç: „Israels Handlung ist inakzeptabel“
Staatsminister und stellvertretender Ministerpräsident Bülent Arınç gab bezüglich des diplomatischen Missgeschicks, an dem der türkische Botschafter in Israel Oğuz Çelikol geplant demütigt wurde, bekannt, dass die Handlung ein Fehlverhalten sei und inakzeptabel ist. Arınç sagte: „Die Türkei wird die passende Antwort geben.“

Unterdessen wurde Israels Handlung auch von der Opposition sehr hart kritisiert. (Hürriyet)

Talat: „Wir hoffen auf ein gutes Ergebnis“
Staatspräsident der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) Mehmet Ali Talat erklärte im Rahmen der fortführenden intensivierten Zyperngespräche mit dem Führer der Zyperngriechen Dimitris Christofias, dass für eine umgehende Lösung im Zypernproblem „von den intensivierten Gesprächen ein gutes Ergebnis erhofft“ werde. Beide Staatsmänner führten gestern in der von der UN kontrollierten Grünen-Zone das zweite der intensivierten Gespräche. Bei dem gestrigen Gespräch kam das Thema „Aministration und Machtteilung“ zum Ausdruck. Die gestrige Besprechung bewertete Talat als positiv und meinte, dass außerdem auch die Absicht bestehe die Themen „EU“ und „Wirtschaft“ durchzunehmen. Heute werden die Gespräche weitergeführt. (Türkiye)

Hariri: „Ich verspreche die Unterzeichnung einer Freihandelszone“
Libanons Ministerpräsident Saad Hariri gab an einem von der Kommission für Außenwirtschaftliche Beziehungen (DEIK) des Türkisch-Libanesischen Arbeitsrats organisierte Gesprächsessen das Versprechen, dass er noch in seiner Verwaltungszeit ein Abkommen einer Freihandelszone zwischen beiden Ländern zu unterzeichnen beabsichtige. Hariri: „Ich möchte dass türkische Geschäftsmänner in den Libanon investieren und den Anlass dazu nutzen die Chancen hier zu bewerten“.(Hürriyet)

Ergün: „Die Indikatoren deuten auf einen Aufschwung hin“
Industrie- und Handelsminister Nihat Ergün, der den Kapazitätsauslastungsgrad der Produktionsindustrie bewertete gab bekannt, dass die Konjunkturindikatore auf einen Aufschwung hinzeigen. Ergün wies darauf hin, dass der Aufschwung in der Wirtschaft hoffnungsvolle Signale für die Zukunft gebe und die guten Entwicklungen sich auf den Wirtschaftsindikator zeigen.

Industrie- und Handelsminister Ergün fügte auch hinzu, es sei zwischen ihren Erwartungen, dass die Wirtschaft sich anfangs März noch mehr verbessert und der Aufstiegstrend einen stabilen Prozess erreicht. Ergün sagte: „Momentan haben wir einen schwankenden Trend, der konjunkturabhängig ist aber die Gesamtentwicklungen sind positiv und erfreuend.“ (Hürriyet-Türkiye)

Genehmigung von Eriwan zur Normalisierung der Beziehungen
Das armenische Verfassungsgericht hat entschieden, dass die mit der Türkei unterzeichneten Protokolle nicht gesetzeswidrig sind. Es wurde bekannt gegeben, dass Rechtsmittel gegen diese Entscheidung nicht mehr angefechtet werden können. (Alle Zeitungen)

Füle: „Ich sehe die Türkei als Vollmitglied“
EU-Kommissar für Erweiterung Stefan Füle sagte bei einer Anhörung im Europaparlament, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei fortgesetzt und sogar forciert werden müssen. Zu den Forderungen, die die Gespräche mit Ankara beenden wollen, wies Stefan Füle zurück: „Die Türkei ist ein Kandidatenland. Eine privilegierte Partnerschaft steht nicht zur Debatte.“ Er ist der Meinung, dass die Verhandlungen um die Modernisierung der Türkei der beste Hebel sei. (Türkiye)

Die Freundschaft zwischen der Türkei und Pakistan ist ein Beispiel für die ganze Welt
Parlamentspräsident Mehmet Ali Şahin, empfing den Pakistanischen Ministerpräsident der Punjab-Provinz Shahbaz Sharif. Parlamentspräsident Mehmet Ali Şahin sagte, dass die pakistanische Bevölkerung, im Herzen der Menschen in der Türkei einen besonderen Platz hat. Außerdem sagte er, dass die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Parlamenten zu den sehr wichtigsten dauerhaften Ergebnissen hinführt. (Türkiye)

„Faszination Istanbul“ beginnt
Der Start „Istanbul Kulturhauptstadt 2010“ wird am kommenden Samstag (16.Januar) gegeben. An sieben verschiedenen Orten in Istanbul werden Konzerte und etliche Aktivitäten stattfinden. An der Eröffnungszeremonie im Haliç Kongresszentrum werden neben Staatspräsidenten Abdullah Gül, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und 50 Minister aus verschiedenen Ländern 5.000 eingeladene Gäste erwartet. (Cumhuriyet)

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

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9 Kommentare
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  1. Armenier sagt:

    Oguz Celikkol…oiiiiiiiiiii

    „Achten Sie bitte darauf, dass der Botschafter auf einem niedrigen Sofa sitzt, während wir auf ihn von hohen Stühlen herabschauen“, erklärte der stellvertretende Außenminister Dany Ayalon bei dem Termin anwesenden Fotografen. Nicht nur das. Zwischen den israelischen Beamten, „die nicht lächeln“ sollten, wie Ayalon weiter sagte, stand auf einem Tischchen nur ein israelisches Fähnchen und kein türkisches. Dem türkischen Gast wurde nicht einmal ein Glas Wasser angeboten.

  2. Battal Gazi sagt:

    Peinlich wie Israel mit dem Einzigen stabielen und zuverlässigen verbündeten in der Region umgeht.
    Ob das so geschickt ist? Bin mal auf den weiteren Verlauf gespannt.

  3. Boli sagt:

    @Battal Gazi

    Also entschuldigen Sie aber die Türkei ist so stabil und zuverlässig wie Wasser haltbar in der hohlen Hand. Da ist ja Ägypten noch zuverlässiger. Und wer eindeutig antijüdische Sendungen öffentlich in seinem Land zeigt braucht sich nicht wundern über solche Behandlung.

  4. BiKer sagt:

    „Und wer eindeutig antijüdische Sendungen öffentlich in seinem Land zeigt“

    nein, nicht antijüdisch allenfalls israelkritisch. außerdem wird die serie auf einem privaten sender ausgestrahlt. und wir wollen doch keine zensur…oder? 😉

  5. Mehmet sagt:

    Für mich hört sich das Ganze wie ein abgekartetes Spiel an….

  6. Battal Gazi sagt:

    Mich würde schon gerne interessieren wie viele Folgen du von der Serie gesehen hast und zu dem Entschluss gekommen bist dass dort „eindeutig antijüdisch“ gedreht wird.

    Davos, Kritik gegen den Gaza-Krieg, die Ausladung von einem Manöver in der Türkei… Du hast Recht, es scheint sich, aus Sicht der Israelis mit der Zuverlässigkeit der Türkei, was zu ändern.

  7. Battal Gazi sagt:

    Bestimmt gehörst du auch zu den Leuten die der türkischen Regierung Zensur vorwerfen. Aber wenn mal ein Israeli in einem Privatem Sender ne Bösewicht Rolle bekommt, bist du einer der Ersten die den Staat kritisieren dass sie so etwas zu lassen.

    Und wer die Mohammed-Karikaturen als Meinungsfreiheit bezeichnet, dazu zähle ich dich definitiv mit, darf sich auch nicht darüber aufregen wenn mal ein Israeli nicht so freundlich dargestellt wird. Vielleicht berechtigt?

    Schei++ Doppelmoral

    Ausserdem, wo kommen wir denn hin wenn Länder die in einem Film als die Bösendargestellt werden mit solch einem Kindergarten wie die Juden anfangen?

    Hat der koreanische Aussenminister gleich den Botschafter herbeigeholt weil Rambo, im Film, alle niedergemetzelt hat?

    Hat Deutschland sich über die vielen Kriegsfilme beschwert, oder die Serie MASH wo sich überwiegend lustig über die deutschen gemacht wird?

    Nein natürlich nicht, aber die armen Israelis heulen gleich rum weil in einem Film gedroht wurde ein türkisches Kind zu entführen und es in Israel zum Kampf auszubilden.

    Da versteh doch einer die Israelis die das Verhalten des Aussenministers unterstützen…

  8. Boli sagt:

    @Battal Gazi
    Mich würde schon gerne interessieren wie viele Folgen du von der Serie gesehen hast und zu dem Entschluss gekommen bist dass dort “eindeutig antijüdisch” gedreht wird.

    Also wenn dieses „Machwerk“ mittlerweile zur Serie gereift ist umso schlimmer. Ich spreche jetzt erst einmal schlicht vom Kinofilm Tal der Wölfe.
    Weitere Erklärungen findet man hier:
    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,402313,00.html

    Reaktionen hier:
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/529/407305/text/
    (Ihr Vergleich Mohammed Karikaturen und der Film hat interessanterweise auch jemand herangezogen)

    http://textezumfilm.de/sub_detail.php?id=371

    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E18CC072CC6F14514B80E1F08C74F1589~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    @Mehmet
    Was für ein abgekartetes Spiel?

  9. Boli sagt:

    Bestimmt gehörst du auch zu den Leuten die der türkischen Regierung Zensur vorwerfen. Aber wenn mal ein Israeli in einem Privatem Sender ne Bösewicht Rolle bekommt, bist du einer der Ersten die den Staat kritisieren dass sie so etwas zu lassen.

    Wer einem Zeitungskonzern künstlich Steuerstrafen auferlegt weil man den Ministerpräsidenten kritisiert hat kann wohl nicht behaupten das man Zensur nur im äußersten Notfall anwendet. Genauso wenig wenn man einen von Karl May geschriebenen Band „Durchs wilde Kurdistan“ schon an der Landesgrenze vor lauter Paranoia nicht zulassen möchte.

    Aber wenn mal ein Israeli ……
    EIN Israeli?? Wie es schon selbst von Cem Özdemir gesagt wurde Juden und Christen als Ganzes werden reingezogen.
    Dieser Film ist wahrscheinlich Pflicht für jeden guten Ülcücü bzw. Bozkurtanhänger.

    Und was die Mohammedkarikaturen angeht. Jeder Gläubige egal welcher Religion ist in meinen Augen ein Schwächling und ganz und gar nicht fest im Glauben wenn er deswegen gewalttätig wird. Und das das Leben von Mohammed schlicht das Gegenteil dessen von Jesus ist kann man in nicht wenigen historischen Darlegungen beweisträchtig nachlesen. Friedliche Suren in Zeiten der eigenen Verfolgung und Agressive mit der Erlangung politischer Macht. Außerdem haben Karikaturen die schon im Mittelalter unter anderem sogar gegen den Papst gerichtet waren jahrhundertelange Tradition. Und das muss akzeptiert werden von jedem der hier leben möchte.
    Nur das Thema lenkt zu sehr vom eigentlichen Thema ab.



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