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Migration und Integration in Deutschland

Es waren vor allem die übrig gebliebenen einheimischen Geringqualifizierten, die die Gastarbeiter als ungeliebte Konkurrenten empfanden.

Stefan Luft, Staat und Migration, 2009

Türkische Presse Europa

18.12.2009 – Rechtsextremismus, Imam, Integrationsvertrag

Die Europaausgaben der türkischen Zeitungen berichten vornehmlich über den Höchstand rechtsextremer Straftaten in Deutschland und dem Modellprojekt zur sprachlichen und landeskundlichen Fortbildung von Imamen. Weitere Themen sind die Vorurteile deutscher Unternehmen gegenüber türkischen Bewerbern, der Integrationsvertrag und das Minarett einer Moschee in Esslingen.

DATUM19. Dezember 2009

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RESSORTTürkische Presse Europa

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„Zur Sicherung des Wohlstands muss in die Migration investiert werden“
Der Europaabgeordnete Peter Simon (SPD) plädiert für eine bessere Förderung der Bildungssituation von Migranten. Angesichts des demografischen Wandels erwarte er in vierzig Jahren eine andere Zusammensetzung der Gesellschaft. Wolle man den derzeitigen Wohlstand dann beibehalten, müsse man in die Migration investieren. (ZAMAN)

Integrationsvertrag nicht nötig
Für den sogenannten Integrationsvertrag seien die Regelungen in Frankreich ein Modell für Deutschland, berichtet die HÜRRIYET. Die Staatsministerin Maria Böhmer prüfe derzeit den französischen Integrationsvertrag. Dieser enthalte Verpflichtungen, wie etwa der Besuch eines Sprachkurses. Migrantenselbstorganisationen hätten die Wortwahl der Ministerin kritisiert. Die Bezeichnung „Integrationsvertrag“ sei abschreckend und wenig förderlich. Die geplanten Verpflichtungen seien zudem in den Ausländergesetzen vorhanden. Eines Vertrags bedürfe es deshalb nicht.

Schweinsohr an den Islamrat geschickt
Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland hat ein Paket mit einem abgeschnittenen Schweineohr erhalten, berichtet die TÜRKIYE. Islamrats-Vorsitzender Ali Kizilkaya zeigte sich besorgt über die Zunahme der Islamfeindlichkeit in Deutschland. In einem beiliegenden Schreiben sei das Ohr als „kostbare Reliquie aller Muslime“ bezeichnet worden.

Esslingen darf ihr Minarett behalten
Das Minarett der Moschee in Esslingen werde nicht abgerissen, berichtet die TÜRKIYE. Die Stadtverwaltung und die Moscheegemeinde hätten einige Änderungen am Minarett beschlossen und somit eine Einigung erzielt. Das Minarett sei 60 cm länger gebaut als im Bebauungsplan genehmigt.

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5 Kommentare
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  1. Boli sagt:

    mehr als 20 000 Delikten

    hier wurde vergessen zu erwähnen das davon gerade einmal 1000 mit Gewalt zu tun haben.

    Esslingen darf ihr Minarett behalten
    Das Minarett der Moschee in Esslingen werde nicht abgerissen, berichtet die TÜRKIYE. Die Stadtverwaltung und die Moscheegemeinde hätten einige Änderungen am Minarett beschlossen und somit eine Einigung erzielt. Das Minarett sei 60 cm länger gebaut als im Bebauungsplan genehmigt.

    Aber eine Geldstrafe wird doch drin sein oder??

  2. Boli sagt:

    Deutsche Unternehmen begegnen türkische Bewerber mit Vorurteilen
    Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie haben am Donnerstag eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung organisiert. Es sei unter anderem bemängelt worden, dass deutsche Unternehmer türkische Bewerber oft mit Vorurteilen begegnen. Es müsse in den Beziehungen Normalität eintreten; so dürften Frauen, die ein Kopftuch tragen nicht permanent ausgeschlossen werden, berichten die ZAMAN und SABAH.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article4500301/Zuwanderung-Abrechnung-mit-einem-Mythos.html?page=1#vote_4457160

    Der Artikel zeigt auf das der Bedarf schlicht nicht gegeben ist auch wenn dies in 10 Jahren anders sein könnte. Jetzt stehen die Zeiten schlecht.

  3. Mensch sagt:

    Wieso versuchen Sie rechtsextremistische Straftaten zu relativieren? Oder wie darf ich Ihren Kommentar verstehen?

  4. Mehmet sagt:

    Das versucht er immer. Kommt wohl selbst aus der Szene…

  5. Boli sagt:

    @Mensch
    Hier wird nix relativiert. Ich habe nur aufgezeigt welche Straftaten anderen Menschen direkt Schaden zufügen. Der Rest gehört in die Propagandaecke. Also Hakenkreuze an die Wand schmieren oder NPD Aufkleber in der Öffentlichkeit anbringen usw….



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