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EU-Agenda Türkei

Platz der türkischen Wirtschaft in Europa

In dieser Woche geht es in der EU-Agenda der Türkei um den Platz der türkischen Wirtschaft in Europa aus der Sicht des türkischen Ministers für Industrie und Handel, Nihat Ergün.

VONErhan Akdemir

DATUM27. November 2009

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RESSORTPolitik

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Der türkische Minister für Industrie und Handel, Nihat Ergün, sagte, die Türkei sei infolge der wirtschaftlichen Leistungen der letzten sieben Jahre zur weltweit 17. und Europas 6. größten Wirtschaft aufgestiegen. Dabei spiele der Industriesektor eine große Rolle. Die Entwicklungen im Industrieproduktionsindex und die Kapazitätsnutzungsquote hätten zu einer Verbesserung in der Industrie geführt.

Im ersten Teil seiner allgemeinen wirtschaftlichen Bewertung im parlamentarischen Planungs- und Budgetausschuss sagte Ergün ferner, dass anhand der gewährleisteten Stabilitätsatmosphäre die Inflation einen schnellen Abwärtstrend eingeschlagen habe. Zudem sei ein hohes Wachstum verzeichnet worden. Während die Türkei im Jahre 2002 einen Export in Höhe von 36 Milliarden Dollar verzeichnet habe, sei der Export 2008 über das angesetzte Ziel von 125 Milliarden Dollar hinausgegangen und 132 Milliarden Dollar erreicht.

In Anbetracht der globalen Krise sei das Exportziel für 2009 auf 98,5 Milliarden Dollar angesetzt worden. Im Oktober des laufenden Jahres habe der Export bereits 79 Milliarden Dollar erreicht. In den nächsten zwei Monaten werde somit das angesetzte Ziel von 98 Milliarden Dollar erreicht werden.

Im Zusammenhang mit dem Industriesektor sagte Ergün ferner, dass der Automobilsektor die treibende Kraft der türkischen Industrie sei und sowohl in der Produktion als auch beim Export einen Anstieg verzeichne. Wegen der Rezession auf dem EU-Markt sei in diesem Sektor in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres ein Export in Höhe von 11,7 Milliarden Dollar erreicht worden. Bis zum Jahresende werde dieser Wert 14 Milliarden Dollar überschreiten.

Bei der Produktion von Passagierbussen sei die Türkei Marktführer in Europa. Bei der Produktion von Eisen, Stahl und Zement liege die Türkei auf Platz drei in Europa. Bei all diesen positiven Entwicklungen spielen nach Angaben von Minister Ergün, die in der Wirtschaft umgesetzten strukturellen Reformen eine große Rolle.

Wegen der globalen Krise und der abnehmenden Nachfrage auf dem europäischen Kontinent habe sich die Türkei noch nicht entdeckten Märkten zugewendet. Türkische Unternehmer hätten intensiv Handelsbeziehungen zu Afrika geschlagen. Der Nahe Osten, die Golfregion und Zentralasien seien in eine Handelsplattform verwandelt worden. Zusammen mit den Unternehmern seien dank wichtiger Beschlüsse die Zusammenarbeit mit Katar, Bosnien-Herzegowina, Marokko und Ungarn ausgebaut worden.

Hinweis: Die “Serie: EU Agenda der Türkei” wird dem MiGAZIN von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt.

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