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Migration und Integration in Deutschland

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

Bundespräsident Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010

Türkische Presse Europa

24.11.2009 – Integrationsvertrag, Schächten, Muslima

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen räumen dem Interview von Staatsministerin Maria Böhmer über die Integrationsverträge großen Platz ein. Außerdem wird über eine Vereinsgründung von muslimischen Frauen und über das Schächten mit Betäubung berichtet.

Integrationsvertrag
Ein Interview der für Integration zuständigen Staatsministerin, Maria Böhmer, findet in den türkischsprachigen Tageszeitungen breiten Raum. Die Schlagzeilen im einzelnen lauten:

  • Migrant mit Vertrag (SABAH)
  • Zwangsweise Vertrag (TÜRKIYE)
  • Integrationsvertrag als Voraussetzung (HÜRRIYET)
  • Neuzuwanderer müssen Integrationsvertrag unterschreiben (ZAMAN)
  • Deutschland will Integration an Vertrag knüpfen (MILLIYET)

Die SABAH fragt, was mit denen passiert, die sich nicht an den Vertrag halten und betont, dass Deutschland selbst Migranten, die bereits 50 Jahre hier leben, diesen Vertrag vorlegen wird. Einer ähnlichen Frage geht auch die HÜRRIYET nach und möchte wissen, was passiert, wenn Zuwanderer sich weigern, den Integrationsvertrag zu unterzeichnen. Die ZAMAN hingegen weist darauf hin, dass der Vertrag nur Neuzuwanderern vorgelegt wird. Die TÜRKIYE hebt hervor, dass alle Migranten, die diesen Vertrag unterschreiben, sich an die Werteordnung der deutschen Gesellschaft zu halten haben. In der MILLIYET hingegen kommt auch die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke) zu Wort, die den Integrationsvertrag kritisiert. Soziale Ausgrenzung und diskriminierende Gesetze und Vorschriften würden sich nicht durch Integrationsverträge beheben.

Grünes Licht für Schächten mit Betäubung
Der DITIB-Vorsitzender Sadi Arslan habe anlässlich des bevorstehenden Opferfestes erklärt, dass man beim Schächten darauf achten muss, dem Tier kein unnötiges Leid zuzufügen. In diesem Zusammenhang sei das Schächten mit Betäubung aus religiöser Sicher erlaubt, schreibt die HÜRRIYET.

Vorwurf der Integrationsunwilligkeit ist unwahr
Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Kenan Kolat, habe die kürzlich vorgestellte Studie der INFO GmbH und Lijeberg Research über Türken kommentiert. Daraus gehe hervor, dass sich der Vorwurf der Integrationsunwilligkeit der Türken als „unwahr“ entpuppe. Die Studie belege, dass Türken Muslime und Deutsche zugleich sein könnten. Hierüber berichtet die SABAH.

Imame werden in Deutschland ausgebildet
Hierüber berichtet die SABAH und beruft sich auf eine Aussage des Bundesinnenministers Thomas De Maiziere in der Süddeutschen Zeitung. De Maiziere habe gesagt, dass Arbeiten an Hochschulen für die Ausbildung von muslimischen Imamen weitergeführt werden mit dem Ziel, diese in Deutschland auszubilden.

Aachener Yunus Emre Moschee
Über eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster zu Gunsten eines Moscheebauprojekts berichtet die ZAMAN und meint, dass dem Vorhaben nichts mehr im Wege steht. Die Moschee werde zu den größten in Deutschland zählen. Der Aachener Bürgermeister, Marcel Philipp (CDU), habe die Entscheidung begrüßt, heißt es weiter.

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Ein Kommentar
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  1. municipal sagt:

    Grünes Licht für Schächten mit Betäubung

    Abgesehen davon, das es auch in diesem Jahr wieder zu zahlreichen Verletzten in der Türkei bei diesem barbarischen Gemetzel (meine Sicht !) kommen wird, es wäre wünschenswert, wenn die Regelung (Betäubung vor dem Schächten erlaubt), die schon vor Jahren von der DIYANET so klar beführwortet und genehmigt wurde (liegt schriftlich vor) von den Verbänden DEUTLICH und BREIT publikgemacht würde !

    Nichtnur von DITIB, sondern z.B. auch von MILLI GÖRÜS .

    Hier der Text von DIYANET:

    http://www.schaechten-apg.org/page.php?42



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