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Deutsche und Ausländer ohne Schulabschluss oder Ausbildung

Wie viele Empfänger von Arbeitslosengeld II verfügen in Sachsen-Anhalt über keine schulische oder berufliche Qualifikation und wie viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund? Danach erkundigte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Kurze in einer kleinen Anfrage. Aus der nun vorliegenden Antwort (Drucks. 5/2271) geht hervor, dass im Juni 2009 knapp 54.000 (knapp 2,3 Prozent der Gesamtbevölkerung) zur Arbeitsvermittlung angemeldete erwerbsfähige Hilfebedürftige ohne Berufsabschluss gemeldet waren. Die Zahl jener Personen ohne abgeschlossene Schulausbildung belief sich auf 25.615 (1 Prozent).

Zum selben Stichtag wurden gut 5.500 erwerbsfähige Hilfebedürftige Ausländer gezählt, die zur Arbeitsvermittlung angemeldet waren und keinen Berufsabschluss hatten. Der durchschnittliche Zahlungsanspruch der Betreffenden lag bei ca. 560 €, teilt die Landesregierung mit.

„Unabhängig davon waren knapp 2.500 erwerbsfähige Hilfebedürftige ohne deutsche Staatsbürgerschaft in den sachsen-anhaltischen Kreisen ohne abgeschlossenen Schulabschluss registriert“, so die Landesregierung weiter.

Infobox: Eine Zusammenrechnung von Hilfsbedürftigen ohne Schul- und Berufsabschluss ist laut Landesregierung nicht statthaft: „Ein Großteil jener Personen ohne abgeschlossenen Schulabschluss besitzt gleichzeitig auch keinen beruflichen Abschluss.“

Damit liegt der Anteil der Ausländer unter den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ohne Berufsabschluss bei gut 10,2 Prozent und unter denen ohne Schulabschluss bei 9,8 Prozent. Demgegenüber lag der Anteil aller Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft in Sachsen-Anhalt zum Jahresende 2007 bei lediglich 1,9 Prozent, wie das Statistische Landesamt mitteilte.

Jeder 10. Ausländer von ihnen kommt aus Vietnam, jeder 11. stammt aus der Russischen Föderation, jeder 13. aus der Ukraine und jeder 17. aus Polen gefolgt von Türken, Ungarn und Griechen. Über die Hälfte der Ausländer (56 Prozent) stammen aus Europa, knapp ein Drittel (31 Prozent) aus Asien, 8 Prozent aus Afrika und 3 Prozent aus Amerika.