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Türkische Presse Europa

10.11.2009 – WDR, Radio, El-Schirbini, Mauerfall

Die türksichsprachige Presse in Europa berichtet über die Proteste zur Kürzung des türkischen Radioprogramms im WDR. Außerdem fordert der Staatsanwalt für den Mörder von Marwa El-Scherbini eine lebenslängliche Haft. Zudem wird über den Besuch Roland Kochs in der Türkei berichtet.

Protest gegen Radio-Kürzungen
HÜRRIYET und ZAMAN berichten auch heute über die Proteste gegen die Kürzung des türkisch-sprachigen Programms im WDR. Mittlerweile wurde eigens zur Erhaltung der türkischsprachigen Beiträge eine Initiative gegründet. Die Initiative, bestehend aus Künstlern, Autoren und Lehrern hat sich in einem brief an den WDR gewandt und den Erhalt des bisherigen Programms gefordert. Auch auf der Social Media-Plattform Facebook habe sich mittlerweile eine Unterstützergruppe unter dem Namen „Finger weg von Köln Radyosu“ gebildet.

Staatsanwalt fordert Lebenslänglich für El-Schirbini-Mörder
HÜRRIYET, ZAMAN und SABAH halten ihre Leser weiterhin auf dem Laufenden im Prozess gegen Alex W., der die Ägypterin Marwa El-Schirbini in einem Gerichtssaal brutal ermordete. Mittlerweile hätte der Staatsanwalt sein Plädoyer abgehalten und Lebenslänglich für den Mörder von El-Schirbini gefordert.

Roland Koch besucht Ankara
Davon berichtet die SABAH in ihrer Dienstagsausgabe. Der Ministerpräsident werde insgesamt zwei Tage in der Türkei Gespräche mit staatlichen Stellen und der Wirtschaft führen. Unter anderem soll er sich auch mit dem türkischen Premierminister Erdogan treffen.

Deutscher Freudentag, jüdischer Trauertag
Die ZAMAN erinnert anlässlich des 9. Novembers nicht nur an den Mauerfall vor 20 Jahren sonder auch an die Reichskristallnacht. 51 Jahre vor dem Mauerfall ebneten der Hass und Ablehnung immer stärker den Weg zum Holocaust. Die Zeitung zeichnet in dem Beitrag die Ereignisse dieser Nacht und die weitergehende Verfolgung von Juden im damaligen Deutschland nach.

Ein Missverständnis stürzte die Mauer
Mit dieser Schlagzeile berichtet die MILLIYET von den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Fall der Mauer in Berlin, auch die ZAMAN berichtet von der Veranstaltung. Danach hätte eine falsche Aussagge des damaligen Politbürosprechers den Fall der Mauer eingeleutet.