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Türkische Presse Türkei

28.10.2009 – Erdogan, Iran, Türkei

Die türkische Presse berichtet heute unter anderem über die Teheran-Reise von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, die Serbien-Kontakte von Staatspräsident Abdullah Gül sowieüber die türkisch-aserbaidschanischen Beziehungen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Drei von zehn Personen merken es nicht einmal
Haber-Türk meldet unter der Schlagzeile „Drei von zehn Personen merken es nicht einmal“, das Übertragungsrisiko des Virus unter Kindern liege bei 64 Prozent, etwa 37 Prozent höher als bei Erwachsenen. Als natürliche Maßnahme wird der Verzehr von Haselnüssen, Mandeln und Walnüssen empfohlen. Außerdem soll anstelle von Tee und Kaffee das Joghurtgetränk Ayran getrunken werden.

Teheran-Visite von Ministerpräsident Erdogan
Zaman schreibt über die Teheran-Visite von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Das Erdgasabkommen zwischen der Türkei und Iran biete die Möglichkeit im South-Pars Erdgasgebiet auf iranischem Territorium nach Erdgas zu suchen. Ministerpräsident Erdogan habe im Anschluss an sein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedinedschad erklärt, bei dem Abkommen handle es sich um eine nukleare Energiearbeit, die friedlich und humanitär ausgerichtet sei.

Vatan schreibt unter der Schlagzeile „Lasst uns zur gemeinsamen Währung übergehen“, Ministerpräsident Erdogan habe in seiner Rede beim Türkei-Iran Arbeitsforum gegenüber Unternehmern die Öffnung des Hafens von Trabzon angekündigt. Über die gemeinsame Währung habe Erdogan gesagt, Ziel sei der Übergang zur gemeinsamen Währung und der Ausbau des bilateralen Handelvolumens auf 30 Milliarden Dollar.

Milliyet schreibt zum selben Thema, Ministerpräsident Erdogan habe erklärt, der Handel zwischen der Türkei und dem Iran könne mit Türkischer Lira oder iranischem Rial abgewickelt werden. Die Türkei werde somit nach Russland zusammen mit Iran beim Handel die Landeswährung nutzen. Beim Handel ohne Dollar und Euro sei nun China an der Reihe. Somit würden laut Milliyet 20 Prozent des Außenhandels der Türkei, also 65 Milliarden Dollar ohne Euro und Dollar abgewickelt.

Serbien-Kontakte
Yeni Safak meldet, Staatspräsident Abdullah Gül habe am letzten Tag seiner Serbien-Kontakte die Friedenskapelle besucht, in der der Friedensvertrag von Karlowitz unterzeichnet wurde. Der serbische Staatpräsident Boris Tadic habe hier erklärt, die Türkei sei ein großer Staat. Ohne ein Frieden mit der Türkei sei ein Frieden auf der Welt nicht möglich.

Erneute Brüderschaft mit Aserbaidschan
Sabah schreibt unter der Schlagzeile „erneute Brüderschaft mit Aserbaidschan“, die durch die Unterzeichnung von Protokollen zwischen der Türkei und Armenien angespannten türkisch-aserbaidschanischen Beziehungen sowie die Fahnen-Krise seien überwunden worden. Außenminister Ahmet Davutoglu habe erklärt, die Fahnenmaste auf dem türkischen Ehrenfriedhof seien wieder aufgestellt worden. Türkische und Aserbaidschanische Flaggen würden wieder gehisst.

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül besucht Vojvodina
Im Rahmen seiner offiziellen Reise nach Serbien besuchte Staatspräsident Abdullah Gül gestern Novi Sad, die Hauptstadt der autonomen Region Vojvodina. Gül besuchte die Friedenskappelle und die Festung Petrovaradin. Dabei wurde Gül bei seinem serbischen Amtskollegen Boris Tadic begleitet.

Gül sagte: „Die Türkei und Serbien haben eine gemeinsame Geschichte und Heute hat die türkisch-serbische Beziehung eine historische Bedeutung. Für den Frieden in Balkan werden die Türkei und Serbien zusammenarbeiten.“

Tadic erklärte seinerseits, dass die Beziehung zwischen der Türkei und Serbien, bedeutend für beide Länder ist. (Hürriyet)

Erdogan: „Die Türkei und Iran sind Symbole für den Frieden in der Region“
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan der sich auf Einladung von Ahmadinejads ersten Vizepräsidenten Mohammad Reza Rahimi für einen offiziellen besuch in Iran befindet führte seine Kontakte fort. Erdogan wurde mit einer offiziellen Zeremonie vom ersten Vizepräsidenten Mohammad Reza Rahimi empfangen. Die beiden Führer nahmen an dem Arbeitsforum zwischen den beiden Ländern teil. Erdogan der an dem Forum eine Rede hielt sagte: „Ich unterstreiche es noch einmal, die Lösungen der Probleme in unserer Region sind nur möglich wenn wir sie selbst in die Hand nehmen. Die Türkei und Iran sind die Garantie für die Stabilität und den Frieden in der Region “ Rahimi seinerseits erklärte, dass die beiden Länder einen Bruderschaftsabkommen unterzeichnet haben und sagte: „Als Nachbarn werden wir uns zusammen für den Wohl und Frieden beider Völker bestreben.“

Nach seinen Kontakten mit Rahimi empfing Erdogan den iranischen Außenminister Manuchehr Mottaki und den türkischen Botschafter in Teheran Selim Karaosmanoglu.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kam im Rahmen seiner Kontakte, der Reihe nach, mit iranischen Präsident Mahmud Ahmedinejad und Irans religiöse Führer Ayatollah Ali Hamanei unter vier Augen zusammen. Erdogan erklärte nach dem treffen, dass sie besonders die Zusammenarbeitsmöglichkeiten zur Bekämpfung des Terrors in nationaler, regionaler und globalen Ebene besprochen haben. (Türkiye-Cumhuriyet)

Türkei und Russland gründen gemeinsames Erdölverarbeitungswerk
Die Türkei und Russland haben sich auf den Bau eines Erdölverarbeitungswerkes am Endpunkt der Ölpipeline Samsun-Ceyhan und für den gemeinsamen Handel mit Erdölprodukten geeinigt.

Durch die Zusammenarbeit wurde geplant, die Ölpipeline Samsun-Ceyhan von der türkischen Schwarzmeerstadt Samsun bis zum Mittelmeerhafen Ceyhan zu verlegen. Sie soll jährlich 60 bis 70 Millionen Tonnen Erdöl in Umgehung den überlasteten İstanbul und Canakkale Meeresstraßen befördern.

Der russische Energieminister Sergei Ivanovich Shmatko teilte am Dienstag in einer Pressekonferenz mit, dass die Besprechungen bezüglich des Projektes im vergangenen Frühling verstärkt wurden und sagte: „In den letzten Tagen haben wir mit der Türkei einen sehr intensiven Zusammenarbeitsverkehr im Bereich Energie durchgeführt. Wir werden sie noch weiterentwickeln.“

Zu Beginn der vorigen Woche wurde in Mailand ein Abkommen unterzeichnet, wonach die türkische Unternehmer Gruppe Çalik und der italienische Energiekonzern Eni mit dem russischen Unternehmen Rosneft, Transneft und Sovkomflot an Bau und Betrieb der Ölpipeline Samsun-Ceyhan sowie an Transport, Verarbeitung und gemeinsamem Absatz von Erdölprodukten beteiligt sein werden. (Cumhuriyet)

Bagis: „Ohne die Türkei kann das EU-Projekt nicht beendet werden“
Verhandlungsführer Egemen Bagış hat gestern an der Union der Stadtverwaltungen in Marmara Region teilgenommen. Bagış erklärte die Vorteile der EU Mitgliedschaft für die Türkei und wies auch darauf hin, dass die türkische EU-Mitgliedschaft ein Vorteil für die EU ist. Er sagte: „Die EU ist ein umfassendes Friedensprojekt der Menschheit. Aber dieses Friedensprojekt ist noch nicht vollendet. Das Projekt wird mit der türkischen EU-Mitgliedschaft verwirklicht.“ (Türkiye)

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.