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Türkische Presse Türkei

23.10.2009 – Erdogan, Türkenwelt, PKK

Die türkische Presse berichtet heute unter anderem über die Unterzeichnung des strategischen Partnerschaftsdokument mit Türkenwelt sowie über die Äußerungen des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Empfang der PKK-Aussteiger.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Strategisches Partnerschaftsdokument mit Türkenwelt
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „strategisches Partnerschaftsdokument mit Türkenwelt unterzeichnet“, zwischen der Türkei und Kasachstan seien beispielhafte Schritte für die Turkenwelt gesetzt worden. Der Meldung zufolge habe Ankara zum ersten Mal ein Abkommen mit einer Turkenrepublik unterzeichnet, dass die Beziehungen auf Ebene der strategischen Partnerschaft steigert.

Staatspräsident Abdullah Gül habe auf die Bedeutung dieses Abkommens hingewiesen. Bei diesem Abkommen handle es sich um das einzige Beispiel in Eurasien, was ihn sehr erfreue. Der kasachische Staatspräsident Nursultan Nazarbajew habe gesagt, die Türkei und Kasachstan seien bereits strategische Partner gewesen, nun sei dies mit einem bedeutenden Protokoll besiegelt worden. Auch habe er sich für das Vertrauen der Türkei bedankt.

Fahnenkrise
Yeni Safak berichtet unter der Schlagzeile „Nicht einmal auf Anordnung würden Fahnen in den Müll geworfen“, die im Vorfeld des Länderspiels zwischen Armenien und der Türkei wegen Behauptungen, wonach in Bursa vor dem Spiel die aserbaidschanischen Flaggen in den Müll geworfen wurden, ausgebrochene Fahnenkrise sei glücklich ausgegangen. Außenminister Ahmet Davutoglu habe bei seinem Baku-Besuch seinen aserbaidschanischen Amtskollegen getroffen und bei einem 2,5stündigen Sonder-Treffen mit dem aserbaidschanischen Staatspräsidenten Alijew das Thema erörtert. Der Zeitungsmeldung zufolge habe Davutoglu beim Treffen vermerkt, daß die Türkei sehr sensibel im Thema Aserbaidschan sei. Im Zusammenhang mit der Fahnenprovokation habe er gesagt, in der Türkei würde ein Polizist eine türkische Fahne auch nicht in den Müll werfen, wenn er den Befehl dafür erhalten würde.

Telekonferenz der drei Führer
„Telekonferenz der drei Führer“ lautet der Titel von Cumhuriyet. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin und der in Russland weilende italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hätten via Telekonferenz ein Treffen veranstaltet. Dabei hätten alle drei Ministerpräsidenten ihre Zufriedenheit über den Ausbau der Kooperationen im Energiebereich zur Sprache gebracht. Auch habe Erdogan seinem italienischen Amtskollegen Berlusconi zum Sieg von Real Madrid gratuliert.

PKK-Aussteiger
Milliyet schreibt, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe sich von den Vorfällen bei der Begrüßung der 34-PKK-Aussteiger gestört gefühlt. In verschiedenen Reden in Agri und Erzurum habe der Ministerpräsident auch die Verwaltung der DTP beschuldigt und gesagt, wenn die Vorfälle anhalten sollten, könne der Prozess ins Stocken geraten. Somit habe er auch den Vorsitzenden der DTP, Ahmet Türk gewarnt.

Nukleare Bombe religiös verboten
Hürriyet meldet unter der Schlagzeile „Nukleare Bombe religiös verboten“, der Vorsitzende des iranischen Atomenergieausschusses, Dr. Ali Ekber Salihi habe in Ansprechung der Türkei gesagt, der Iran stelle keine nuklearen Bomben her, denn sie seien von religiöser Hinsicht verboten und würden auch nicht in ihrem Interesse liegen.

Zwei türkische Führer in zwei Gruppen
Auf der Sportseite berichtet Hürriyet unter dem Titel „zwei türkische Führer in zwei Gruppen“, Fenerbahce und Galatasaray Istanbul seien in ihren Gruppen in der UEFA Europa-League Gruppenführer. Fenerbahce Istanbul habe Steaua Bukarest 1 zu 0 und Galatasaray Istanbul Dinamo Bukarest 4 zu 1 besiegt.

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül empfing den kasachischen Staatspräsident
Staatspräsident Abdullah Gül empfing gestern den kasachischen Staatspräsidenten Nursultan Nazarbayev in Ankara. Gül und sein kasachischer Amtskollege Nazarbayev unterzeichneten einen strategischen Partnerschaftsabkommen. In einer Pressekonferenz nach dem Treffen der beiden Staatspräsidenten sagte Gül: „Das Abkommen hat unsere Beziehungen zu einer strategischen Partnerschaft fortgeführt.“ Dieser Abkommen sei das erste seiner Art zwischen zwei türkisch Sprechenden Ländern. Gül betonte auch den kasachischen Beitrag auf den regionalen Frieden.

Nazarbayev erinnerte daran, dass die Türkei das erste Land war, das die kasachische Unabhängigkeit anerkannt hat. Der kasachische Staatspräsident betonte den Aufstieg der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen der Türkei und Kasachstan und sagte: „Der Abfluss des kasachischen Ergas und Öl durch Türkei ist ein Vorteil für die Türkei und Kasachstan.“

Nachher empfing Nazarbayev, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und besuchte das Türkische Parlament und den Parlamentspräsident Mehmet Ali Şahin. In seiner Rede vor der parlamentarischen Vollversammlung sagte Nazarbayev: „Es ist mir eine große Ehre eine Rede vor dem türkischen parlamentarischen Vollversammlung zu halten. Als zwei große Mächte der türkischen Welt haben wir eine Menge zu tun um unsere bilateralen Beziehungen zu verstärken. (Hürriyet)

Erdogan reist nach Pakistan
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird zwischen den 25.-26. Oktober 2009 einen offiziellen besuch nach Pakistan veranstalten. Nach angaben der Pakistanischen Nachrichten Agentur (APP) wird Erdoğan auch im Nationalsitz des Pakistanischen Parlaments eine Rede halten. Unterdessen wird Ministerpräsident Erdoğan während seinen Besuch mit dem Pakistanischen Staatspräsidenten Asif Ali Zardari und seinen Amtskollegen Yousef Reza Gilani zusammenkommen. (Zaman)

Davutoglu in Baku
Außenminister Ahmet Davutoğlu reiste gestern nach Aserbaidschan. Am Rande der Außenministerversammlung der Wirtschaftlichen Kooperation der Anrainer des Schwarzen Meeres (KEI) in Baku kam Davutoğlu mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Elmar Mamedyarov zusammen. In einer Pressekonferenz nach dem Gespräch versicherte Davutoğlu, Aserbaidschan, dass die Türkei die Vorteile Bakus niemals missachtet. Davuğoğlu sagte: „Die territoriale Einheit Aserbaidschans ist genauso bedeutend für uns wie die türkische. Wir werden alles tun um das aserbaidschanische Territorium zu befreien. Die Türkei wird ihre Haltung bezüglich Berg-Karabach nicht ändern.“ (Cumhuriyet)

Parlamentswahlen werden jedes vierte Jahr gemacht
Das Parlament hat gestern den Gesetzentwurf über den Parlamentswahlen bewilligt. Damit werden die Parlamentswahlen jedes vierte Jahr gemacht. Vorher mussten die Parlamentswahlen jedes fünfte Jahr stattfinden. (Hürriyet)

Bagis: „Wir versuchen die Probleme zu lösen“
Staatsminister und Verhandlungsführer Egemen Bağış, der in Istanbul an einer Versammlung unter dem Thema ‚Die Neubildung der Türkei – EU Beziehungen’ teilnahm gab bekannt, dass sie den Verhandlungsprozess trotz einigen Problemen fortführen und sagte: „Bei einigen Kapiteln haben wir politische Hürden aber die werden wir auch überwinden. Wir bestreben uns mit Entschlossenheit um das Ziel zu erreichen. Während dem Reformprozess haben wir sehr bedeutende Sachen erledigt und arbeiten in der letzten Periode über die Einzelheiten.“ (AA)

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.