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Migration und Integration in Deutschland

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

Bundespräsident Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010

Wahlen 2009

20 Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund

20 Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund werden in den kommenden vier Jahren im Bundestag sitzen. Sechs Politiker stellen die Grünen auf, fünf die Linke, jeweils vier die SPD und die FDP. Die stärkste Fraktion im Bundestag, die Union, stellt einen Abgeordneten.

Josef Philip Winkler, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

Krankenpfleger

Geboren am 5. April 1974 in Koblenz; römisch-katholisch; ledig (indische Mutter).

1993 Abitur am Goethe-Gymnasium Bad Ems. 1997 Staatsexamen als Krankenpfleger am Brüderkrankenhaus St. Josef in Koblenz.

Seit 1997-2002 Tätigkeit in der Orthopädie und Gerontopsychiatrie.

Mitglied der AWO Bad Ems, Pro Libris Trier e. V., Ökostadt Koblenz e. V., Balmoral 03 e. V.; Mitglied im Zetralkomitee der Deutschen katholiken (ZDK), im Ausschuss für politische und und ethische Grundsatzfragen des ZdK und in der Diözesanversammlung des Bistums Limburg, Mitglied im Beirat „Komitee für eine demokratische UNO“, im Parlamentarischen Beirat der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), im künstlerischen Beirat des „Kellertheater CasaBlanca e. V.“ Bad Ems und Senator der „Bad Emser Karnevalsgesellschaft e. V.“ Freiherr von Stein Medaille des Rhein-Lahn Kreises (2003).

Seit 1990 Mitglied der Grünen, 1991 bis 1993 Kreisvorstandssprecher im Kreisverband Rhein-Lahn, seit 2001 Mitglied im Parteirat des Landesverbandes Rheinland-Pfalz. 1994 bis 1999 und seit 2004 Mitglied im Stadtrat Bad Ems, 1994 bis 1999 Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat Bad Ems; 1999 bis 2003 und ab 2004 Mitglied im Kreistag des Rhein-Lahn-Kreises.

Mitglied des Bundestages seit 2002, Vorsitzender der deutsch-indischen und stellv. Vorsitzender der deutsch-südasiatischen Parlamentariergruppe, Mitglied der Delegation des Bundestages bei der Interparlamentarischen Union (IPU).

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39 Kommentare
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  1. Hallo,
    Sie haben noch Raju Sharma und Niema Movassat(die Linke) und Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP) übersehen.
    Unter Beachtung auch der familialen Verknüpfungen haben wir also 14 Abgeordnete. Das entspricht dann 2,25 % der Abgeorrneten. Die türkischstämmige Bevölkerungsminderheit ist nur durch drei abgeordnete vertreten.

  2. Aziz sagt:

    Also wenn Michaela Noll mitzählt, dann gibt es noch einen weiteren Abgeordneten mit Migrationshintergrund. Swen Schulz aus Berlin-Spandau hat eine spanische Mutter… nur so zur Info.

  3. Anne sagt:

    Das bedeutet aber auch, dass es den jeweiligen Parteien keinen sicheren Listenplatz wert war, erfahrene Politiker wie Özdemir, Akgün und Mutlu wieder im Parlament zu sehen. Da kann ich Akgün verstehen – autsch.

  4. Der Fachmann sagt:

    Marc Mulia (Die Linke) sollte auch noch mitgenommen werden. Sein Vater kommt aus Indonesien!

  5. Der Fachmann sagt:

    Doch nicht. Musste gerade nachlesen, dass er nicht ins Parlament kam. Es fehlten ein paar hundert Stimmen zum Glück…

  6. Johanna sagt:

    Der Beste in meinen Augen ist

    Dr. Philipp Rösler MdL (FDP) Niedersachsen
    Landesvorsitzender
    Stv. Ministerpräsident
    Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

  7. Sabine v.C. sagt:

    Naja, er ist ein bissel jung… Ausserdem würde ich den nicht als Mihigru bezeichnen, da er in einem rein deutschen Elternhaus sozialisiert wurde. Deshalb macht er ja auch keine „Vietnampolitik“ :-), so wie insbesondere die Türken fast ausschließlich Klientelpolitik machen.

  8. Mensch mit Migrationshintergrund mit nicht eigener Migrationserfahrung sagt:

    Türken machen also Klientelpolitik. Ist doch sehr erfrischend, wenn man beachtet das bis dato Bio-Deutsche Politiker auch nur Klientelpolitik betreiben, Bio-Deutsches Klientel versteht sich..

  9. nurai sagt:

    @wSabine v.C.:Definition „Migrationshintergrund“ sagt nichts über deine kulturelle sozialisation aus, hier geborene, adoptierte, binationale werden statistisch als „Mensch mit Migrationshintergrund“ geführt …

    ein paar Abgeordnete:

    Agnieszka Malczak (Grüne)
    Polen

    Richard Pitterle Linke
    „Ich wurde am 2.3.1959 in der nordböhmischen Industriestadt Most (Tscheche) geboren. Mein Vater ist Sudetendeutscher. Meine Mutter ist Tschechin. “
    http://www.pitterle.die-linke-bw.de/

    Pascal Kober, FDP
    Mein Vater wurde im Riesengebirge (heute Republik Tschechien) geboren und wuchs im Allgäu auf. Meine Mutter ist französischsprachige Belgierin.
    http://www.pascal-kober.net

    Anrej Hunko, Linke
    ????

    Oliver Luksic FDP
    wahrscheinlich die Eltern Bosnier????

  10. Markus Hill sagt:

    Ich glaube, dass nur gemeint war, dass er neutral mit deutschen Pass keine erkennbare Poltik betreibt, bei der seine Herkunft eine Rolle spielt. Wie jeder andere Politiker ohne Migrationshintergrund. Hier sind ja unten noch andere Namen von solchen Politikern, die keinerlei Probleme mit dieser Haltung haben. Die meisten Bürger empfinden das wohl eher als angenehm, neutral, dem Gemeinwohl verpflichtet (keiner bestimmten Migrantengruppe verpflichtet). Wenn deutsche Poltiker für deutsche Bürger in Deutschland Politik betreiben, passt der Begriff „Klientelpolitik“ nicht. Das muss keineswegs heissen, dass die Interessen von Migranten vernächlässigt werden.


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