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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Wahlen 2009

20 Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund

20 Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund werden in den kommenden vier Jahren im Bundestag sitzen. Sechs Politiker stellen die Grünen auf, fünf die Linke, jeweils vier die SPD und die FDP. Die stärkste Fraktion im Bundestag, die Union, stellt einen Abgeordneten.

Raju Sharma, DIE LINKE.

Jurist

Am 28. Juli 1964 in Hamburg geboren; verheiratet; eine Tochter; ein Sohn (indischer Migrationshintergrund).

1983 Abitur in Hamburg; Einstufige Juristenausbildung in Hamburg und Bombay, (Fachschaftsrat an der Universität Hamburg FB Jura II); 1990 Rechtsanwaltspraxis in Hamburg; seit Juli 1990 im schleswig-holsteinischen Landesdienst ;u.a. als Leiter des Ministerbüros; Justitiar; Europareferent im Sozialministerium (Sprecher der Beamtengruppe im Personalrat); Gruppenleiter beim Landesrechnungshof (Personalratsvorsitzender); Referatsleiter in der Staatskanzlei (Haushalt, Verwaltungsmodernisierung); 2003 bis 2005 Geschäftsführer der DFB Kulturstiftung (Aufbau des begleitenden Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung zur FIFA WM 2006 unter der künstlerischen Leitung von André Heller); 2006 Kurzzeitexperte der EU beim Twinning-Projekt zum Aufbau der öffentlichen Finanzkontrolle in Bulgarien; seit 2005 in der Staatskanzlei (Kulturabteilung): Leiter des Referats für Nationale Minderheiten, Heimatpflege, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Soziokultur, kulturelle EU-Angelegenheiten, Denkmalpflege, Fachaufsicht Landesämter für Kultur (stv. Vorsitzender des Hauptpersonalrats und der Arbeitsgemeinschaft der Hauptpersonalräte bei den obersten Landesbehörden).

In den 70er und 80er Jahren politisches Engagement in der Friedensbewegung; Mitgliedschaft bei SDAJ, DKP und MSB; von 1992 bis 2005 Mitglied der SPD; Eintritt in die Linkspartei Schleswig-Holstein im Jahr 2005; von 2006 bis 2007 Vorsitzender der Landesfinanzrevisionskommission und Sprecher der Linkspartei in der gemeinsamen Steuerungsgruppe von Linkspartei und WASG in SH; seit Juni 2007 Mitglied der Bundesfinanzrevisionskommission der LINKEN (stv. Vorsitzender der BFRK seit Mai 2008).

Serkan Tören, FDP

Rechtsanwalt

Geboren am 6.11.1972, Fatsa/ Türkei,, muslimisch, ledig (türkischstämmig).

Abitur Gymnasium Vincent- Lübeck Schule Stade 1992; 1. Juristisches Staatsexamen Universität Hamburg 1997; 2. Juristisches Staatsexamen in Hamburg 2003.

Tätigkeit als selbständiger Rechtsanwalt seit 2003.

Mitglied der Deutsch- Israelischen Gesellschaft; Mitglied im Vorstand der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V.; Mitglied im Liberalen Mittelstand e.V..

Seit 2006 Mitglied im Rat der Hansestadt Stade; stv. Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Hansestadt Stade; seit 2008 Mitglied im Landesvorstand der niedersächsischen FDP; Kandidat der FDP für den Bundestag im Wahlbereich 31 Stade I, Rotenburg II, Platz 8 der FDP Landesliste für den Deutschen Bundestag.

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39 Kommentare
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  1. Hallo,
    Sie haben noch Raju Sharma und Niema Movassat(die Linke) und Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP) übersehen.
    Unter Beachtung auch der familialen Verknüpfungen haben wir also 14 Abgeordnete. Das entspricht dann 2,25 % der Abgeorrneten. Die türkischstämmige Bevölkerungsminderheit ist nur durch drei abgeordnete vertreten.

  2. Aziz sagt:

    Also wenn Michaela Noll mitzählt, dann gibt es noch einen weiteren Abgeordneten mit Migrationshintergrund. Swen Schulz aus Berlin-Spandau hat eine spanische Mutter… nur so zur Info.

  3. Anne sagt:

    Das bedeutet aber auch, dass es den jeweiligen Parteien keinen sicheren Listenplatz wert war, erfahrene Politiker wie Özdemir, Akgün und Mutlu wieder im Parlament zu sehen. Da kann ich Akgün verstehen – autsch.

  4. Der Fachmann sagt:

    Marc Mulia (Die Linke) sollte auch noch mitgenommen werden. Sein Vater kommt aus Indonesien!

  5. Der Fachmann sagt:

    Doch nicht. Musste gerade nachlesen, dass er nicht ins Parlament kam. Es fehlten ein paar hundert Stimmen zum Glück…

  6. Johanna sagt:

    Der Beste in meinen Augen ist

    Dr. Philipp Rösler MdL (FDP) Niedersachsen
    Landesvorsitzender
    Stv. Ministerpräsident
    Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

  7. Sabine v.C. sagt:

    Naja, er ist ein bissel jung… Ausserdem würde ich den nicht als Mihigru bezeichnen, da er in einem rein deutschen Elternhaus sozialisiert wurde. Deshalb macht er ja auch keine „Vietnampolitik“ :-), so wie insbesondere die Türken fast ausschließlich Klientelpolitik machen.

  8. Mensch mit Migrationshintergrund mit nicht eigener Migrationserfahrung sagt:

    Türken machen also Klientelpolitik. Ist doch sehr erfrischend, wenn man beachtet das bis dato Bio-Deutsche Politiker auch nur Klientelpolitik betreiben, Bio-Deutsches Klientel versteht sich..

  9. nurai sagt:

    @wSabine v.C.:Definition „Migrationshintergrund“ sagt nichts über deine kulturelle sozialisation aus, hier geborene, adoptierte, binationale werden statistisch als „Mensch mit Migrationshintergrund“ geführt …

    ein paar Abgeordnete:

    Agnieszka Malczak (Grüne)
    Polen

    Richard Pitterle Linke
    „Ich wurde am 2.3.1959 in der nordböhmischen Industriestadt Most (Tscheche) geboren. Mein Vater ist Sudetendeutscher. Meine Mutter ist Tschechin. “
    http://www.pitterle.die-linke-bw.de/

    Pascal Kober, FDP
    Mein Vater wurde im Riesengebirge (heute Republik Tschechien) geboren und wuchs im Allgäu auf. Meine Mutter ist französischsprachige Belgierin.
    http://www.pascal-kober.net

    Anrej Hunko, Linke
    ????

    Oliver Luksic FDP
    wahrscheinlich die Eltern Bosnier????

  10. Markus Hill sagt:

    Ich glaube, dass nur gemeint war, dass er neutral mit deutschen Pass keine erkennbare Poltik betreibt, bei der seine Herkunft eine Rolle spielt. Wie jeder andere Politiker ohne Migrationshintergrund. Hier sind ja unten noch andere Namen von solchen Politikern, die keinerlei Probleme mit dieser Haltung haben. Die meisten Bürger empfinden das wohl eher als angenehm, neutral, dem Gemeinwohl verpflichtet (keiner bestimmten Migrantengruppe verpflichtet). Wenn deutsche Poltiker für deutsche Bürger in Deutschland Politik betreiben, passt der Begriff „Klientelpolitik“ nicht. Das muss keineswegs heissen, dass die Interessen von Migranten vernächlässigt werden.


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