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Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Bülent Arslan

Das christliche und muslimische Menschenbild stimmen überein

Ein Türke in der CDU – geht nicht! „Geht doch!“ sagt Bülent Arslan, Geschäftsführer des Instituts für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap) und Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen. Das engagierte CDU-Mitglied und der Experte für Integrationsthemen erzählt in einem Gespräch mit MiGAZIN, wie er das ‚C‘ der CDU mit dem Islam vereint, über Vor- und Nachteile eines Migrationshintergrundes in seiner Partei, die Öffnung und Zukunft der CDU oder über seine Prognose zur Bundestagswahl 2009.

MiGAZIN: In welchen Bereichen der Integration von MigrantInnen in Deutschland herrscht Ihrer Meinung nach akuter Handlungsbedarf?

Arslan: Bildung ist für eine erfolgreiche Integration das A und O. Wenn es uns nicht gelingt, die Bildungszahlen zu verbessern, wird sich dieser Zustand auch langfristig nicht ändern. Zurzeit wird in Deutschland viel Geld in die Förderung von Schülern vor allem ab der 8. Klasse (und den darauffolgenden) gesteckt. Bildung bezieht sich aber nicht nur auf die Schul- oder Studienzeit. Integration beginnt bereits kurz nach der Geburt. Wir müssen sehen, dass wir die frühen Jahre eines Kindes erfolgreich gestalten. Deswegen muss man das System umkrempeln und bereits im Säuglings- und Kindergartenalter die entsprechende Förderung gewährleisten. Schon im Kindergartenalter müssen Kinder eine optimale Förderung erhalten. Sie müssen also einzeln und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend gefördert werden, seien es z. B. motorische oder aber sprachliche Schwächen. Beim Übergang in die Grundschule darf es dann keinen Systembruch in dieser Förderung mehr geben, wie es heute noch teilweise der Fall ist. Nur so kann man gute Voraussetzungen schaffen.

MiGAZIN: Auch die CDU hat den Wählerschwund bei den letzten Landtagswahlen vor allem im Saarland und in Thüringen zu spüren bekommen. Hinzu kommt, dass die Partei Menschen mit Migrationshintergrund (insbesondere Muslime) als Wähler kaum für sich gewinnen kann. Kann sich eine Partei unter diesen Umständen heute immer noch als „Volkspartei“ bezeichnen?

Arslan: Heute auf jeden Fall noch. Die Frage ist, ob wir in 10 oder 15 Jahren noch eine richtige Volkspartei sind. Dafür müssten wir uns verändern. Am Integrationsthema wird dies besonders deutlich: Die CDU braucht in der Gruppe der Migranten eine bessere Verankerung. Diese haben wir momentan nicht in ausreichendem Maße. Doch auch abgesehen vom Thema Integration bedarf es einer Veränderung, weil auch die Gesellschaft sich verändert. Eine Konsequenz dieser Veränderung ist eben der erwähnte Wählerschwund. Wenn die Partei diese gesellschaftliche Veränderung nicht mitmacht, kann es in Zukunft passieren, dass auch die CDU irgendwann unter 30 % liegt.

Die spannende Frage aber ist viel mehr, ob man in Zukunft überhaupt noch Volkspartei sein kann, weil eben die Gesellschaft viel diversifizierter ist, als es in der Vergangenheit der Fall war und diese Diversifizierung auch immer weiter voranschreitet. Früher war alles überschaubarer: die Parteien orientierten sich an den gesellschaftlichen Gruppierungen wie bürgerliches Milieu und Arbeitermilieu, Unterschiede zwischen Stadt und Land etc. Bei der heutigen gesellschaftlichen Heterogenität ist das längst nicht mehr der Fall. Interessant ist, dass die wachsende Heterogenität in der Gesellschaft einhergeht mit einer zunehmenden Homogenität des politischen Personals innerhalb einer Partei. Es gibt heute längst nicht mehr so klare Trennlinien zwischen den einzelnen Flügeln innerhalb einer Partei, wie es früher der Fall war. Und dieser Trend der Homogenisierung wird sich weiter fortsetzen. Hieraus entsteht eine weitere interessante Frage: Was bedeutet dies für die Organisation einer Volkspartei in der Zukunft? Ich denke, dass eine Volkspartei mit ihrer heutigen Organisation unter diesen neuen Umständen nicht überleben kann. Der Trend wird wohl dahin gehend sein, dass die Parteien nach Außen hin viel mehr Offenheit zeigen müssen, als dies zurzeit der Fall ist.

MiGAZIN: Wie realistisch erscheint Ihnen eine Öffnung der CDU für Parteimitglieder mit Migrationshintergrund in der Zukunft? Könnte diese Öffnung zu einem Verlust bei der Stammwählerschaft führen?

Arslan: Dieser Öffnungsprozess ist in vollem Gange. Zwar trifft dies noch nicht für ganz Deutschland zu, sondern eher für einige Städte. Ich denke aber, dass diese Öffnung nur eine Frage der Zeit ist. Durch die Öffnung wird es sicherlich zu einem Stimmenverlust kommen. Doch glaube ich, dass wir unter dem Strich gewinnen werden. Und zwar nicht nur, weil wir dadurch mehr Migranten für die CDU gewinnen, sondern auch weil das Migrationsthema heute ganz anders gesehen und behandelt wird, als vor 10 Jahren.

MiGAZIN: Was denken Sie über die aktuellen Entgleisungen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers? Wie schätzen Sie deren Effekt auf den aktuellen Bundestagswahlkampf ein?

Arslan: Meiner Meinung nach waren es keine Entgleisungen. Beide Aussagen waren insgesamt nicht ganz ernst gemeint denke ich. Ich finde das nicht so schlimm. Außerdem hat sich Herr Rüttgers für die Äußerungen entschuldigt, soweit ich weiß. Ich denke, dass dieser Vorfall keinerlei Auswirkungen auf den Wahlkampf haben wird.

MiGAZIN: Was wäre Ihr Wunschausgang für die anstehende Bundestagswahl? Welche wäre für Sie die optimale Koalition und welche wäre undenkbar?

Arslan: Optimal wäre natürlich eine schwarz-gelbe Koalition, weil man dadurch wirklich wichtige Reformen in Deutschland am ehesten einleiten könnte. Undenkbar wäre für mich eine Beteiligung der Linkspartei, das wäre Horror.

MiGAZIN: Hand auf’s Herz: Welche Prognose haben Sie über den Ausgang der Bundestagswahl?

Arslan: Meine Prognose ist, dass die Große Koalition fortgesetzt wird.

MiGAZIN: Herr Arslan, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

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21 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. OG_Semmo sagt:

    Die CDU ist gegen
    – den Doppelpass
    – den EU-Beitritt der Türkei
    – das kommunale Wahlrecht für Ausländer
    – die Begriffe „Einwanderungsland“ und „multikulturelle Gesellschaft“
    – die Abschaffung des Asylkompromisses
    – Einbürgerungs- und Einwanderungserleichterungen
    – den Ehegattennachzug
    – die Visumsfreiheit für Verwandte im Ausland

    Die CDU hat schon mehrfach gegen Minderheiten Wahlkampf gemacht, Stichwort: „Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?“ oder „Kinder statt Inder“ oder „Jugendkriminalität=Ausländerproblem“.

    Warum sollte man trotzdem die CDU wählen, Herr Arslan????

  2. Derya sagt:

    Ich selber finde die Mehrheit der Dinge, für die die CDU steht, auch nicht kompatibel mit den Themen, die jemanden mit Migrationshintergrund, und im Speziellen einen Türkischstämmigen, beschäftigen. Daher wollte ich auch mehr darüber wissen, wie er darauf gekommen ist, ausgerechnet der CDU beizutreten.
    Ich muss aber gestehen, dass ich den Ansatz von konservativem Werteverständnis interessant und durchaus plausibel fand.
    Aber der CDU würde ich deswegen noch lange nicht beitreten.

  3. Werner sagt:

    Die CDU ist gegen den „Doppelpass“: so wie ihn die Türken verstehen, gibt es ihn nirgendwo. Ein Staat der sich ernst nimmt, wird ihn auch nicht zulassen. Es war ja auch Rotgrün, die das Ausufern mit den Doppelpässen beendert hat.

    Die CDU ist gegen den EU-Beitritt der Türkei: Ich weiß garnicht, was da im Programm steht. Mal selber nachgeschaut? Tatsache ist doch, dass Merkel seit sie Bundeskanzlerin ist, nur noch von „pacta sunt servanda“ spricht. Die CDU ist eine große Partei. Da gibt es Befürworter des Beitritts – und Gegner. Es soll sogar in der Türkei Gegner des EU-Beitritts geben. Wurde er nicht zeitgleich Griechenland und der Türkei angeboten? Die Türkei sagte damals Evet (?). Auch ist festzuhalten, dass die CDU den Beitritt nicht zum Wahlkampfthema gemacht hat!!!

    Die CDU ist gegen das kommunale Wahlrecht für Ausländer: Ausländer aus Nicht-EU-Staaten. EU-Bürger haben auch nur das Wahlrecht, weil man zur Zeit noch von der politischen Union träumt. Wenn die Iren den Lissabon-Vertrag ablehnen und die EU dann zerfällt, wird es auch schnell ein Ende mit dem Wahlrecht der EU-Bürger haben. Was denkt denn ihr?

    Die CDU ist gegen die Begriffe “Einwanderungsland” und “multikulturelle Gesellschaft”: stimmt. Könnte viel dazu schreiben, aber das würde dann ein zu langer Beitrag.

    Die CDU ist gegen die die Abschaffung des Asylkompromisses: ??? Unser Asyl ist doch eine Farce. Davon profitieren doch nur Menschen, die ein Schlepper bezahlen können – der oft sein „Gewerbe“ von der Türkei aus betreibt. Der Großteil der Migranten wird das genauso sehen.

    Die CDU ist gegen Einbürgerungs- und Einwanderungserleichterungen: Was soll man denn da noch leichter machen? Sollen wir uns noch mehr Probleme ins Land holen? Davon haben wir nun wirklich genug. Die Einwanderung und Einbürgerung sind bei uns leichter als in den meisten „Einwandererländern“!! Behaupte ich mal.

    Die CDU ist gegen den Ehegattennachzug: Man muß doch nicht Ehen, die zum Scheitern verurteilt sind, auch noch fördern. Wo die Liebe stark genug ist, wird der Bräutigam seine Frau schon nach Deutschland bekommen!!

    Die CDU ist die Visumsfreiheit für Verwandte im Ausland: ??

    Ich bewundere den Mut von Bülent Arslan! Ich bin mir nicht sicher, ob Menschenbild bei Christen und Muslimen gleich sind. Aber gerade die Christen in der CDU stehen für viele Werte, die auch Muslimen wichtig sind. Sofern sie in Deutschland angekommen sind und ihre „anatolische Perspektive“ abgelegt haben, ist die CDU für viele die richtige Wahl. Ist es nicht auch so, dass die religiösen Minderheiten in der Türkei die AKP wählen oder gewählt haben??

  4. Selçuk sagt:

    „Sofern sie in Deutschland angekommen sind und ihre “anatolische Perspektive” abgelegt haben, ist die CDU für viele die richtige Wahl.“

    Hallo Werner,
    was meinen Sie mit „anatolischer Perspektive“?

    Danke für die Antwort.

  5. Arab3:16 sagt:

    Wenn ein Kevin Kuranyi drei Pässe besitzen darf, warum darf ein türkischstämmiger nicht wenigstens 2 besitzen??? Und natürlich wird der Doppelpass in Deutschland geduldet. EU-Bürger dürfen beispielsweie 2 Pässe besitzen, das gleiche gilt für Marrokaner, Libanesen, Iraner und noch für paar andere.
    Rot-Grün wollte den Doppelpass für alle einführen ist aber an der Unterschriftenaktion der CDU gescheitert, schon vergessen lieber Werner?

    Natürlich ist die Union gegen den EU-Beitritt der Türkei!!! 2004 wollten die sogar eine Unterschriftenaktion deswegen machen. Die CSU hat dieses Thema während des Europawahlkampf wieder einmal thematisiert und Frau Merkel hat sich vor einigen Monaten mit Sarkozy gegen einen Beitritt geäußert!!! Natürlich gibt es auch Türken die gegen den Eu-Beitritt sind, überwiegend sind das aber Nationalisten.

    Ein Lette der seit 3 monaten hier lebt, darf an Kommunalwahlen teilnehmen, ein Türke der seit 30 Jahren hier lebt hingegen nicht. Finden sie das gerecht????

    Natürlich sind wir ein Einwanderungsland und eine multikulturelle Gesellschaft, was denn sonst? Oder wollen sie mir sagen die ganzen Türken, Italiener, Araber usw. wurden hierhin entführt??? Schauen sie sich mal die heutigen Großstädte oder Schulklassen an, da sieht man doch am Besten die Multikulturalität der Gesellschaft.

    Zum Thema Asylkompromiss: Das heutige Asylrecht ist ein Farce!!! Ich kenne Leute die vor einigen Jahren in den Irak oder nach Afgahnistan abgeschoben wurden sind, obwohl dort iummer noch Krieg herrscht. Das ist doch unverantwortlich sowas!!!
    Meine Eltern sind selber als Asylbewerber nach hier gekommen und aus mir ist trotzdem was geworden. Beim heutigen Asylrecht, hättenmeine Eltern niemals Asyl erhalten. Deswegen bin ich gegen den Asylkompromiss!!!

    Wenn sie Einwanderer und Eingebürgerte als „Probleme“ bezeichnen, stimmt mich das sehr traurig.
    Was man machen könnte? Ganz klar: Keinen sinnlosen Einbürgerungstest (den würde die Mehrheit der Deutschen noch nicht mal bestehen!) und flexible Einbürgerungfristen. Warum soll man einen gut Integrierten erst nach 8 Jahren einbürgern und nicht schon nach 4-5 Jahren????

    Ich bezog mich auf die Sprachkentnisse die Nachzügler seit einigen Jahren nachweisen müssen. Warum gilt diese Regelung für Türkische Nachzügler/innen aber nicht für amerikanische oder japanische Nachzögler/innen? Sind die mehr wert bzw, besser als türkische Nachzügler/innen??? Ich halte diese Regelung für diskriminierend!!!

    Dasselbe gilt auch für die Visumsfreiheit.

    Ich bewundere Herr Arslan nicht, warum können sie ja anhand meiner Positionen sehen, die unvereinbar sind mit christdemokratischen Positionen.

    Die CDU vertritt also die selben Werte wie Muslime??? Aha sehr interessant,. Ich kenne keinen Moslem der für den Irak-Krieg ist, der die Unterschriften-Aktion der CDU toll fand oder findet. Ich kenne auch keinen Moslem der gegen Rumänen pöbelt oder Chinesen erwürgern will. Und es gibt auch nicht viele Molems die für Lohndumping sind.

    Die religiösen Minderheiten wählen überwiegend AKP, das stimmt. Das liegt aber auch daran, dass die AKP die Rechte der Minderheiten enorm gestärkt hat, d. h. eine minderheitenfreundliche Politik betreibt.
    Vergleichen sie nur mal die Situation der Kurden anfang der 90er und heute. Aber auich die anderen Minderheiten profitieren von der Politik der AKP.

    Und was macht die CDU mit den Minderheiten hier???
    Richtig: WAHLKAMPF!!!! Siehe Hessen-Wahl ´99 und ´08 oder NRW-Wahl ´00

  6. Boli sagt:

    @Arab 3:16

    Natürlich gibt es auch Türken die gegen den Eu-Beitritt sind, überwiegend sind das aber Nationalisten.

    Sie haben vergessen zu erwähnen das viele Türken Nationalisten sind. Und dieses Verhalten ist generell nicht begünstigend für Beitrittsverhandlungen.

    Ich bezog mich auf die Sprachkentnisse die Nachzügler seit einigen Jahren nachweisen müssen. Warum gilt diese Regelung für Türkische Nachzügler/innen aber nicht für amerikanische oder japanische Nachzögler/innen?

    Vielleicht gibt es ja Studien dazu aber ich denke Sie brauchen bloß die Schulbildung von amerikanern, japanern und türken zu vergleichen. Ich wette mit Ihnen das die Türken auf jeden Fall auf dem dritten Platz landen im Vergleich mit vorgenannten Einwanderergruppen. Außerdem heiraten die meisten der Amerikaner, Japaner Deutsche. Es geschieht also weniger wegen Arbeit sondern fast ausschließlich der Liebe wegen. Dazu sind so gut wie alle Japaner die nach Deutschland Akademiker. Dieses Land braucht keine weiteren schlecht gebildeten Menschen. Außerdem ist der weitere Zuzug von Türken schon alleine deswegen nicht mehr erwünscht um in einer immer komplizierter werdenden Welt zukünftige ethnische Konflikte (Bürgerkriege – siehe Jugoslawien) zu verhindern. Das heißt eine ethnische Dominanz innerhalb von Migrantengruppen ist eigentlich überhaupt nicht wünschenswert sondern sehr gefährlich!! Und da ist man sich doch logischerweise bei amerikanischen (alte Verwandtschaft) und japanischen (Kultur des Respektes), sowie EU Angehörigen (ebenso engere Verwandtschaft der Mentalität) sicherer oder?? Außerdem hat man gesehen was los ist wenn in Palästina Krieg ist. Glauben Sie diese Judenhetze von tausenden muslimischen „Demonstranten“ wurde von den Europäern mit Begeisterung aufgenommen??

    Zum Thema Asylkompromiss: Das heutige Asylrecht ist ein Farce!!! Ich kenne Leute die vor einigen Jahren in den Irak oder nach Afgahnistan abgeschoben wurden sind, obwohl dort iummer noch Krieg herrscht. Das ist doch unverantwortlich sowas!!!

    Vorher wurden auch alle Flüchtlinge aus dem Irak pauschal in Europa aufgenommen. Jetzt holt man sich lieber die schwer verfolgten Christen ins Land (fragen Sie mal in Schweden nach, da hat man die Schnautze voll!!). Zurückgeschickt werden denke ich nur noch Muslime. Und die sollen mal schön ihr Süppchen nach der vollständigen Vertreibung der irakischen Christen (mindest. 1 Millionen) selber kochen und wenn sie mögen sich gegenseitig massakrieren (Sunniten – Schiiten). Aber dann ohne die Christen. Die sind dann hoffentlich schon in Sicherheit.

    Ich halte die CDU auch nicht für christlich. Aber nur weil eine Partei keine durchgehend migrantenfreundliche Politik macht muß die Partei nicht schlecht sein. Sie haben offensichtlich immer noch nicht verstanden das man als Einwanderungsland das RECHT hat sich auszusuchen welche Einwanderer man will.
    In Dubai wurden zu Beginn der Wirtschaftskrise tausende von Ausländern laut Ausländergesetz aufgefordert innerhalb von 4 Wochen zu verschwinden da man sie nicht mehr braucht!! Das zum Thema Ungerechtigkeit. Es kommt immer darauf an aus welchem Blickwinkel man es betrachtet.

  7. OG_Semmo sagt:

    Zu allerst: OG_Semmo und Arab3:16 ist die selbe Person, nämlich ich selber 😉
    Keine Ahnung warum 2 unterschiedliche Namen eingeblendet werden, ich hab da nichts dran verändert.

    Um eins mal klar zu stellen: Natürlich kann die CDU diese Postionen vertreten, sie darf sich dann aber nicht wundern, dass sie so schlecht bei Moslems abschneidet.
    Von nichts kommt bekanntlich auch nichts 😉

    Mit Nationalisten meinte ich in erster Linie MHP-Anhänger. Die sind gegen den EU-Beitritt der Türkei. AKP-und CHP-Anhänger überwiegend dafür 😉

  8. Johanna sagt:

    „Die CDU hat schon mehrfach gegen Minderheiten Wahlkampf gemacht, Stichwort: “Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?” oder “Kinder statt Inder” oder “Jugendkriminalität=Ausländerproblem”.“

    Sie erinnern sich anscheinend nicht korrekt.

    Roland Koch der CDU Hessen hatte dafür plädiert, kriminelle jugendliche Ausländer abzuschieben. Hierbei vertritt er genau meine Meinung und die vieler anderer Deutschen.

    Wenn jemand, der sich am CDU-Stand informieren wollte, sagte,

    “Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?”

    dann ist dies keine Aussage der CDU!

    Ich sage heutezutage:

    „Inder + Kinder“, denn gebildete Inder stellen in Deutschland kein Problem dar. Im Gegenteil: gebildete Inder sind eine Bereicherung für unser Land!

    Den dritten von Ihnen zitierten Spruch kann ich nicht einordnen. Vielleicht haben Sie eine Quelle?

  9. Werner sagt:

    > was meinen Sie mit “anatolischer Perspektive”

    Selcuk,

    das man alles danach beurteilt, was gut für die Türkei ist und nicht danach, was gut für Deutschland ist. Das habe ich versucht griffig mit „anatolischer Perspektive“ zu benennen.

  10. Werner sagt:

    > Wenn ein Kevin Kuranyi drei Pässe besitzen darf, warum darf ein türkischstämmiger nicht wenigstens
    > 2 besitzen???

    Wichtig ist doch welcher gilt, oder? Und was die Türkei angeht, brauchen wir keine weitere ungebetene Einmischung! Ludwigshafen schon vergessen?

    Auf lange Sicht gilt: Einbürgerung oder Rückführung! Ein drittes gibt es nicht. Stellen Sie sich nur mal vor, die Kurden würden hinter dem Rücken Ankaras sich noch die Staatsbürgerschaft eines Nord-Kurdistan besorgen. Was wäre wohl in der Türkei los?


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