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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Bremen

Der Erste Integrationsgipfel

Kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Baustein auf dem weiteren Weg der Integration von Migrantinnen und Migranten: das soll der erste Bremer Integrationsgipfel am Mittwoch, dem 23. September 2009, im Bremer Rathaus sein.

DATUM22. September 2009

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RESSORTPolitik

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Bürgermeister Jens Böhrnsen: „Drei Ziele stehen im Mittelpunkt: wir wollen die Arbeit der vielen, die sich vor Ort für Integration einsetzen, anerkennen; wir wollen eine realistische Bestandsaufnahme beschreiben und wir wollen Ideen sammeln, wie es weiter gehen kann.“ Neben einem Empfang am Mittwochvormittag und einem abendlichen Kulturprogramm stehen sechs Workshops am Nachmittag im Mittelpunkt des Gipfels.

Senatorin Ingelore Rosenkötter: „Der erste Bremer Integrationsgipfel soll zeigen, was wir integrationspolitisch erreicht haben und wie wir besser werden können. Vor allem möchten wir uns bei den Menschen bedanken, die sich alltäglich für ein besseres Miteinander der unterschiedlichen Kulturen und Religionen in unserem Bundesland einsetzen sind.“

Für Bürgermeister Jens Böhrnsen ist die Integration ein zentrale Aufgabe der Politik, „die sich nicht nur in einem Gipfel oder in einem Gespräch mit muslimischen Vertretern im Rathaus oder den regelmäßigen interreligiösen Gebeten oder einem Tag der offenen Tür in Bremer Moscheen, Kirchen und der Synagoge erschöpft. Das sind wichtige Bausteine, aber Integration muss ganz konkret gehen, vor Ort gelebt werden, in allen Stadtteilen. Und da müssen wir erkennen, dass gerade die Stadtteile, die ohnehin große gesellschafts- und sozialpolitische Verantwortungen zu schultern haben, auch bei der Integration von Migrantinnen und Migranten Besonderes leisten müssen. Denn wir wollen die Arbeit, die gerade auch in diesen Stadt- und Ortsteilen geleistet wird, anerkennen.“

Die Verwirklichung der Integration sei eine Aufgabe, die die Aufnahmegesellschaft und die Zuwanderinnen und Zuwanderer gemeinsam in die Pflicht nehme. Es habe sich in Bremen bewährt, jeweils für eine Legislaturperiode durch den Senat und mit Unterstützung der bremischen Akteure der Integrationsarbeit ein Integrationskonzept vorzulegen, das allen beteiligten Kräften eine klare Zielorientierungen gibt und die wichtigen Themenfelder wie Sprache und Bildung, Ausbildung, Weiterbildung, Beschäftigung und Selbständigkeit, soziale Stadtentwicklung und Förderung des sozialen Zusammenlebens, Interkulturelle Öffnung, Partizipation und bürgerschaftliches Engagement beschreibt.

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter: „Wir können die Zukunft Bremens nur gemeinsam gestalten. Die Integrationspolitik spielt dabei eine herausragende Rolle, aber der Blick auf die Stadtteile mit den höchsten Zuwanderungsraten zeigt, dass sie eingebunden sein muss in eine konsequente Politik, die sich an der sozialen Gerechtigkeit ausrichtet.“

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Ein Kommentar
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  1. Teilnehmerin sagt:

    Die Veranstaltung war ein Erfolg, was nützt das wenn wir in hochqualitativer Form zusammenkommen, aber dieses nicht umsetzen, reden und diskutieren alleine reicht leider nicht aus…. Wir haben alle die Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft, die Schnittstellen müssen besser aufgestellt werden, und die Wirtschaft muss mit integriert werden. (z.B. Arbeitsvermittlung, richtige Zuordnungen in die Förderprogramme oder Begleitende Maßnahmen).
    Ich könnte jetzt diese ganze Seite voll schreiben, so ich gehe mal jetzt wählen : ), ich wünsche allen einen angehnemen Wahl-Sonntag! Sonnige Grüße aus der Hansestadt!



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