Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) sagte laut Mitteilung bei der letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause, dass sie die Ausbildung von Migrantinnen stärker fördern und so den Fachkräftemangel lindern möchte: “Aufgrund des demografischen Wandels können wir dem drohenden Fachkräftemangel nur begegnen, wenn wir verstärkt auch Frauen mit Migrationshintergrund in das qualifizierte Segment des Arbeitsmarktes integrieren.“
Neben einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit soll die Förderung der Frauen hin zu höherwertigen beruflichen Abschlüssen dazu beitragen, dass sich die Frauen an Weiterbildungsmaßnahmen und Sprachkursen beteiligen. Hier gelte es, besondere Kompetenzen, über die Migrantinnen verfügten, wie Mehrsprachigkeit oder Sensibilität für den Umgang mit unterschiedlichen Kulturen als Stärke zu nutzen.
In Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und Arbeitsagenturen sollten konkrete Vorschläge erarbeitet werden, um Migrantinnen auch für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen.
Schließlich, so Haderthauer, müsse müsse die Beratung und Betreuung von durch Gewalt bedrohten Frauen gefördert werden. Deshalb unterstütze Bayern im Bundesrat die Schaffung eines eigenen Straftatbestandes gegen Zwangsverheiratungen.