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Türkische Presse Türkei

10.07.2009 – G-8 Gipfel, Clinton, Wirtschaftskrise

Der Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan beim G-8 Gipfel, ein Telefonat zwischen Außenminister Ahmet Davutoglu und Hillary Clinton und Meldungen zur türkischen Wirtschaft im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise runden die heutige Presseschau Türkei ab.

Erdogan beim G-8 Gipfel
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der gestern zur Teilnahme an dem G-8-Gipfel auf der italienischen Insel La Maddalena eintraf, nahm an der Bewertungsversammlung, wobei die Vertreter der G-8 Länder, Vertreter der EU-Länder Schweden, Dänemark, Spanien und Holland und der Präsident der EU-Kommission José Manuel Barroso anwesend waren, teil.

Auf der Versammlung wurden die jüngsten Entwicklungen in der globalen Wirtschaft, das Nabucco-Projekt und Lebensmittelsicherheit auf den Tisch gelegt. Barroso betonte die Bedeutung des Nabucco-Projekts und bedankte sich bei Ministerpräsidenten Erdoğan für die Beiträge und Mitwirkung der Türkei an dem Projekt.

Unterdessen betonte Ministerpräsident Erdoğan die Entschlossenheit der Türkei für das EU-Vollmitgliedschaftsziel. Es wurde auch bekannt gegeben, dass Erdoğan nach der Versammlung mit dem Präsidenten des Internationalen Währungsfonds (IMF) Dominique Strauss-Kahn zusammenkam. (AA)

Telefongespräch zwischen Davutoglu und Clinton
Außenminister Ahmet Davutoğlu führte gestern ein Gespräch mit der US-Außenministerin Hillary Clinton am Telefon. Davutoğlu vermittelte Clinton die türkischen Besorgnisse bezüglich der letzten Vorfälle in der autonomen Uiguren-Provinz Xinjiang (Sincan). Davutoğlu sagte: „Was in Xinjiang passiert, ist eine menschliche Tragödie. Die ethnischen Auseinandersetzungen müssen verhindert werden.“ (AA)

Babacan: „Wirtschaftliche Schwankungen nehmen ab“
Staatsminister und stellvertretende Ministerpräsident Ali Babacan erklärte gestern in Ankara, dass die Türkei als das erste Land gelte, das in 2010 die Finanzkrise überwinden und sich rasch erholen wird. Babacan, der bei seinem Besuch an Verband der Türkischen Gewerbetreibenden und Handwerker (TESK) sprach, sagte: „Wirtschaftliche Schwankungen nahmen infolge der im Rahmen der Krisenbekämpfung getroffenen Maßnahmen ab und das Vertrauen bei den Konsumenten und Investoren verstärkte sich. Die Türkei ist das einzige Land zwischen den OECD-Mitgliedern, das in sein Bankensystem nicht interveniert.“ (Türkiye)

Ergün: „Türkische Wirtschaft tendiert zur Erholung“
Industrie- und Handelsminister Nihat Ergün teilte mit, dass sich die Türkei seit März in der Tendenz zur wirtschaftlichen Erholung befinde. Ergün, der gestern zur Teilnahme an einer Industriemesse die mittelanatolische Stadt Yozgat besuchte, sagte: „Der Index der industriellen Produktion hat seit vergangenem März um 18% zugenommen. Die Raten der Produktion, Kapazitätsbenützung und des Vertrauens der Konsumenten steigen jeden Monat. Wir befinden uns in einer steigenden Tendenz. Es ist wichtig, diese Tendenz wahrzunehmen und sie zu stabilisieren.“ (Milliyet)

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.