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Landesweite Einbürgerungskampagne gestartet

Ziel ist es, die Vorteile der Einbürgerung herauszustellen und die einbürgerungswilligen Ausländerinnen und Ausländer beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit zu unterstützen. Außerdem weist sie auf die Beratungs- und Informationsangebote in Rheinland-Pfalz hin, besonders im Hinblick auf die geänderten Voraussetzungen zur Einbürgerung.

„Die gleichberechtigte Teilhabe der Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen des gesellschaftspolitischen Lebens ist das vorrangige Ziel der rheinland-pfälzischen Integrationspolitik. Die Kampagne eignet sich hervorragend, diesem Ziel ein gutes Stück näher zu kommen, denn wer sich einbürgern lässt und die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt, hat alle Möglichkeiten der politischen Teilhabe sowohl in Deutschland wie in der Europäischen Union“, sagte Ministerin Dreyer zum Auftakt der Kampagne. Die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration unterstrich, dass Rheinland-Pfalz in der Vergangenheit immer wieder für die Einbürgerung geworben, regelmäßig Informationsmaterialien erstellt und bereits 1997 eine Einbürgerungskampagne durchgeführt habe.

„Die Einbürgerung stellt für Migrantinnen und Migranten in rechtlicher Hinsicht, aber besonders für ihre persönliche Lebensplanung ein bedeutendes Ereignis dar. Daher ist es besonders wichtig, Informationen nicht einfach nur zur Abfrage bereit zu halten, sondern die Menschen eindeutig einzuladen, sich mit dem Thema Einbürgerung zu befassen“, so Innenminister Karl Peter Bruch.

Die diesjährige Informationskampagne geht zurück auf eine Vereinbarung zwischen den Partnerinnen und Partnern der Integrations- und Migrationsarbeit und der Landesregierung zur Umsetzung des Integrationskonzepts des Landes. In einem ersten Schritt wurde die Informationsbroschüre „Fragen und Antworten zur Einbürgerung“ neu aufgelegt. Die Kampagne verstärkt noch einmal die Informationen über die Einbürgerungsvoraussetzungen und ermutigt zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit. Zentrale Elemente sind dabei Plakate, Handreichungen für Ausländerinnen und Ausländer, eine eigene Website und Veranstaltungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Informationen zum Staatsangehörigkeitsrecht weitergeben. Einbezogen sind auch die Einbürgerungsbehörden.

Durchgeführt wird die Kampagne von der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration in Zusammenarbeit mit dem Ministerium des Innern und für Sport, dem Initiativausschuss für Migrationspolitik und der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Rheinland-Pfalz. Die Kommunalen Spitzenverbände unterstützen die Kampagne.

Informationsveranstaltungen finden in Koblenz, in Bad Kreuznach und in Ludwigshafen statt.