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Wenn mir etwas Sorge macht, dann nicht Sarrazins Buch, das ich für das absurde Ergebnis eines Hobby-Darwins halte. Viel mehr Sorge macht mir, dass dieser Rückgriff auf die Eugenik in unserem Land gar nicht mehr auffällt, ja mehr noch: als »notwendiger Tabubruch« frenetisch gefeiert wird.

Sigmar Gabriel (SPD-Chef), Die Zeit, 16.09.2010

Türkische Presse Türkei

26.06.2009 – Albanien, EU-Beitritt der Türkei, Schweden

Die Generaldirektion für Presse und Information in Ankara fasst in seiner Presseschau die Außlandsereise von Ministerpräsident Erdogan in Albanien. Des Weiteren gab stellvertretender Ministerpräsident Ali Babacan bekannt dass die Besprechungen mit dem Internationalen Währungsfond (IMF) andauern. Außerdem erklärte der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt in einem AP-Interview, dass die Verhandlungen mit der Türkei für eine EU-Vollmitgliedschaft von größter strategischer Bedeutung für Europa ist.

Erdogan in Albanien
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und sein albanischer Amtskollege haben gestern an der Eröffnung der von einer türkischen Firma ENKA gebauten Autobahn in Albanien teilgenommen. In seiner Rede bei der Einweihungszeremonie sagte Erdogan: „Diese Autobahn wird nicht nur die Länder sondern auch unsere Herzen verbinden und die Entwicklungen von Albanien und Kosovo beschleunigen.“ (Milliyet)

Babacan: „Wir bereiten uns für beide alternativen vor“
Staatsminister und stellvertretender Ministerpräsident Ali Babacan, der sich zur Teilnahme an dem jährlichen Treffen des OECD-Ministerrates in Paris befindet, gab bekannt dass die Besprechungen mit dem Internationalen Währungsfond (IMF) andauern, und die Regierung sich für beide alternativen vorbereite.

Staatsminister Babacan erinnerte daran, die Regierung habe die IMF-Gespräche wieder begonnen und sagte: “Unsere Bewertungen dauern an. Wir bereiten uns für beide alternativen vor. Wir führen die Besprechungen mit einer beschränkten Gruppe hochrangiger Vertreter durch.“ (Türkiye – Cumhuriyet)

Bagis: „Die EU muss sich entscheiden“
In seiner gestrigen Rede im Zentrum für Europäische Politik wies Verhandlungsführer Egemen Bagıs darauf hin, dass der Umgang mit der Türkei nicht nur ein Signal an die Türken sondern auch an die Milliarden Anhänger des Islam weltweit sei. Bagıs sagte: „Die EU muss sich entscheiden und eine gute Botschaft geben.“ (Türkiye)

Schweden: „Die türkische Mitgliedschaft ist von großer Bedeutung“
In einem AP-Interview erklärte der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, dass die türkische voll EU-Mitgliedschaftsverhandlungen von größter strategischer Bedeutung für Europa ist. Reinfeldt werde ab 1. Juli unter der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beschleunigen.

Unter anderem sagte der schwedische Botschafter in Ankara Christer Asp: „Das Zypernproblem ist das größte Hindernis in der türkischen Beitrittsverhandlungen. Wenn dieses Problem gelöst wird, dann werden 8 andere Kapitel geöffnet. Unter der EU-Ratspräsidentschaft Schwedens werden wir alle was in unserer Macht steht tun um diese Hindernisse zu überwältigen und die Kapiteln zu öffnen. Die Türkei ist ein Europäischer Staat und gehört zu der EU.“ (Türkiye)

Mini-Gipfel in Zypern
Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, der gestern Zypern besuchte, kam mit dem Staatspräsidenten der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), Mehmet Ali Talat zusammen. Barroso erklärte nach dem treffen, dass man die beste Gelegenheit für die Lösung auf der Insel habe, und sie nicht verpassen sollte.

Barosso kam auch mit dem Sondervertreter des UN-Generalsekretärs, Taye-Brook Zerihoun, für die Bewertung der jüngsten Entwicklungen auf der Insel, zusammen.

Unterdessen eigneten sich Staatspräsident der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) Mehmet Ali Talat und der Zyperngriechische Führer Dimitris Christofias für die Eröffnung des Yesilırmak-Durchgangs. (Türkiye)

Türk: „Keiner ist für eine Trennung“
Vorsitzender der Demokratischen Gesellschaftspartei (DTP) Ahmet Türk, der am vorigen tag mit dem Botschafter der EU-Länder für ein Abendessen zusammenkam erklärte dass sie, die vom Staatspräsidenten Abdullah Gül dargelegten Öffnungen, bezüglich der Kurden-Frage, als positive Entwicklungen annehmen und die selbe Haltung von der Regierung erwarten. Türk sagte: „Wir wollen dass die Probleme, in der unitär Staat, Integrität der Türkei gelöst werden. Keiner von uns will in einem Kurdischen Staat in Irak leben.“

Unterdessen teilten die Botschafter der EU-Länder an dem treffen mit, die DTP sollte sich von der Terrororganisation PKK völlig trennen und sie als Terrororganisation anerkennen. (Cumhuriyet)

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

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