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16.06.2009 – Kriminalstatistik, Visumsfreiheit, Zivilcourage

Türkischstämmige in der Kriminalstatistik
Breiten Raum räumen die türkischsprachigen Zeitungen in Europa der aktuellen Kriminalitätsstatistik ein. Die TÜRKIYE weist darauf hin, dass die Zahl der türkischstämmigen Täter in 2008 gestiegen ist. Der Anteil der türkischstämmigen Täter unter den ausländischen Tätern wäre von 22 auf 22,6 Prozent gestiegen. Fälschlicherweise gibt die TÜRKIYE die Entwicklung der Kriminalität von nicht-deutschen falsch an. Während die Zahl tatsächlich um 3,9 Prozent zurückgegangen ist, gibt die Zeitung diese Zahl als Steigerung an.

Auch SABAH und MILLIYET heben in ihrem Beitrag ebenfalls die Steigerung des türkischstämmigen Täteranteils hervor. Die HÜRRIYET stellt jedoch eine andere Aussage der Statistik in den Vordergrund. Deutschland sei ein sicheres Land, wird Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble zitiert. Es wären über 170.000 weniger Straftaten registriert worden, außerdem wären über 55 Prozent der Fälle aufgeklärt worden.

Visumsfreiheit für Serbien, aber nicht für die Türkei
Die TÜRKIYE weist in einem Bericht darauf hin, dass die EU trotz der EuGH-Entscheidung im Fall des LKW-Fahrers Soysal keine Visumsfreiheit für Türken vorsieht. Stattdessen stellt sie für Serbien die Befreiung vom Visumszwang in Aussicht.

Preis Zivilcourage
HÜRRIYET berichtet von der Verleihung des Preises Zivilcourage durch den nordrhein-westfälischen Innenminister Dr. Ingo Wolf. Unter den diesjährigen acht Preisträgern wären auch drei türkischstämmige Migranten. Der 44-jährige Avni Özkan erhielt den Preis, weil er  in Ratingen durch sein umsichtiges Verhalten einen schwerwiegenden Betrug zum Nachteil einer 79-jährigen Frauverhinderte. Dogan Fidan (18 Jahre) und Burak Özdemir (17 Jahre) kamen einem 15-Jährigen zu Hilfe, der in Neuss von einem Pärchen beraubt wurde. Durch ihr beherztes Eingreifen konnten sie sowohl das geraubte Geld von dem Pärchen wiederbeschaffen und ihrer Festnahme durch die Polizei helfen.