In seiner Ansprache zur Eröffnung des unter der Schirmherrschaft des türkischen Premiers, Recep Tayyip Erdogan, organisierten Symposiums „Türken im Ausland: 50 Jahre Migration und Integration“ forderte der neue türkische Staatsminister, Faruk Çelik, die europäischen Staaten auf, die eigenständige Identität von türkischen Einwanderern zu respektieren. Assimilierung sei eine Erniedrigung der Migranten, sagte Çelik. Er forderte die im Ausland lebenden türkischen Migranten jedoch auf, sich erfolgreich in die jeweilige Gesellschaft zu integrieren. Dies bedeute unter anderem die Sprache des Landes zu beherrschen sowie sich mit der Verfassung des Landes zu befassen.
An den Tagungssitzungen (21. – 23.05.2009) wurden unter anderem über Bildungsprobleme, Muttersprachenlehre, Religionslehre, Berufserwerb, Arbeitsrechte, Bürgerrechte und weitere politische Rechte, Arbeitslosigkeit bei Migranten, wirtschaftliche und finanzielle Probleme, sowie die Rolle der NGOs und der Medien diskutiert oder beispielsweise der Frage nachgegangen, wie das Gesamtbild der türkischen Emigranten vor dem Hintergrund ihrer 50-jährigen Geschichte im Ausland aussieht.
Am Symposium nahmen zahlreiche Wissenschaftler, Journalisten und Politiker, wie der Integrationsbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Thomas Kufen, teil sowie viele Landtagsabgeordnete.