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Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

CDU Hessen

Gegen EU-Beitritt der Türkei als Kriegsprävention

Die europapolitische Sprecherin der CDU im Hessischen Landtag, Gudrun Osterburg, lehnt einen EU-Beitritt der Türkei ab und verweist darauf, dass seit über sechzig Jahren die Staaten der EU keine Kriege mehr gegeneinander geführt haben.

„Die Geschichte der Europäischen Union ist eine Erfolgsgeschichte“, stellte die europapolitische Sprecherin der CDU im Hessischen Landtag, Gudrun Osterburg, fest. Die „Anziehungskraft und die Faszination Europas auf die europäischen Staaten und seine Bürger“ sei durch die Ausweitung der Europäischen Union auf ihre heutige Größe eindrucksvoll belegt. „Die Europäische Union als Werte- und Kulturgemeinschaft ist ein großer „Global Player“ in der Weltgemeinschaft und auch in Zukunft der Garant für Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“, betonte die CDU-Politikerin.

Neben wirtschaftlichen Vorteilen biete die Europäische Union, so die Europapolitikerin weiter, seinen Bürgern ein hohes Maß an Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Demokratie bei gleichzeitig hoher innerer Sicherheit. Jeder EU-Bürger könne sich innerhalb der Europäischen Union frei bewegen.

„Ein gemeinsames Europa auf der Grundlage gleicher Werte und Ziele sichert den Frieden in Europa und der Welt. Seit über sechzig Jahren haben die Staaten der EU keine Kriege mehr gegeneinander geführt. Dies ist die längste Friedensphase in der Geschichte des europäischen Kontinents. Wir treten jetzt für eine Phase der Konsolidierung ein. Die Festigung der Identität und der europäischen Institutionen muss jetzt Vorrang vor weiteren Beitritten haben, damit die Europäische Union handlungsfähig bleibt. Wir plädieren daher für eine privilegierte Partnerschaft mit der Türkei“, stellte die CDU-Politikerin fest.

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11 Kommentare
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  1. elimu sagt:

    Heyyy die Barbaren! Die Türken kommen! Sobald die Türkei vollmitglied ist werden natürlich Kriege in Europa stattfinden 😉 auf jeden Fall Frau Osterburg! Tolle Erkenntnis! Die haben ja nichts anderes zu tun, als die höher gestellten Europäer zu ärgern.

    Ich finde die Türkei sollte ihren eigenen Weg gehen. Es muss nicht unbedingt Europa sein…Für eine andere Religion als das Christentum ist die EU nicht offen genug. Ja ja ich weiß viele werden jetzt wieder meckern, von wegen das Judentum und bla bla ist ja auch vorhanden.
    Mist ist das…Sonst nichts. Die EU, vor allem Deutschland hat einfach nur Sch…ss so siehts aus. Die kommen nämlich mit ihrer eigenen Migrationsbevölkerung nicht klar und meinen, dass sie das auch auf die EU ausweiten können.

  2. Umut sagt:

    Oh mein Gott, die redet so als würden die Osmanen mit den Schwertern und Waffen in die EU reinkommen wollen, ihre Denkweise ist ein Skandal !

  3. Bill Clinton sagt:

    Naja 60 Jahre kein Krieg, stimmt so nicht. Der letzte lag ca. 10 Jahre zurück. Ich erinner Sie mal an Kosovo.

  4. delice sagt:

    So weit würde ich nicht einmal gehen – erst letztes Jahr war auf dem Kaukasus ein Krieg ausgebrochen!

    Natürlich zählt der Kaukasus geographisch noch zu Europa, wegen Georgien und Armenien, schließlich sind auch beide Staaten im Europarat!! Obwohl gerade diese beiden Staaten – eigentlich hinter der Türkei liegen!

    Nach dieser Denklogik müsste man aber auch den Iran mit zu Europa noch dazu zählen. Und die Türkei ist dann selbstverständlich – nur eine asiatische Enklave!

    Das ist schon eine bemerkenswerte Denkweise! Aber wir haben uns ja schon daran gewöhnt! Von der europäischen humanistisch geprägten Vernunft und Logik war und ist in dieser Frage nie die Rede gewesen!

  5. emire sagt:

    Politiker leiden häufiger an Demenz……vielleicht doch an Kurzsichtigkeit.

    Privilegierte Partnerschaft ,ein gehörkiller.
    Wissen die Politiker die immer das gleiche Horn benutzen nicht das die Türkei schon ein Priviligierte Partnerschaft mit der EU hat ,die sich Zollunion nennt?

  6. Boli sagt:

    Na ja, ganz so einfach ist das auch nicht, das Georgien und Armenien noch europäisch ist. Es geht hier hauptsächlich um die Religion. Albanien wird den Sprung in die EU bei der jetzigen Lage auch nicht schaffen. Jedoch nur mal so für alle die sich jetzt vielleicht darüber aufregen, das die EU ein Christenclub ist. Wer schon mal den Film Zimt und Koriander gesehen hat. Ist speziell für Türken mal ne gute Gelegenheit etwas über ihre eigene Geschichte zu lernen. Oder wie flüsterten die türkischen Zollbeamten den Griechen die sie ausweisen wollten leise ins Ohr:
    „WENN DU MUSLIM WIRST, DARFST DU BLEIBEN“.
    Solange Vorfälle wie das eine Kuh in Ostanatolien eine Atatürkbüste vom Sockel gestossen haben soll und deswegen eventuell der Besitzer der Kuh bzw. die Kuh wegen verunglimpfung des Staatsgründers bestraft werden soll, solange türkische Kinder marschierend über den Schulhof laufen und dazu rufen „jeder Türke ist ein Soldat“. Solange das türkische Volk an sich so brutal gespalten ist wie seit der Staatsgründung (Westküste/Ostanatolien, Kurdenkonflikt, Unterdrückung und Ächtung der Aleviten), solange kann es schon aus Gründen der inneren Sicherheit innerhalb der EU-Länder keine Vollmitgliedschaft der Türkei geben. Die Türkei hat leider schon direkt mit ihrer Staatsgründung den ethnisch europäischen Anteil seines Landes Stück für Stück vertrieben bzw. ermordet) . Und das wirkt sich bis heute negativ aus. Auch der grosse Einfluss des Militärs auf den Staat hat nichts mit einem demokratieverständnis zu tun. Da es ausschließlich die Landesverteidigung gegen äußere Feinde sein sollte für das das Militär da ist. Selbst wenn das Militär behauptet die säkulare Seite der Türkei gegen Islamisten zu verteidigen, wohingegen schon das ein Widerspruch ist, da die Türkei ja offiziell ein islamisches Land ist und sogar in der Verfassung steht das nur ein Muslim ein vollwertiger Türke sein kann. Die säkulare Seite der Türkei ist Kemalistisch und diese hat auch nichts mit Demokratie zu tun, da diese am Führerprinzip festmacht. Die Islamistenparteien machen die Religion zur Ideologie und dreschen auf alles ein was nicht dazu passt. In DITIB-Moscheen hängen des öfteren Türkeiflaggen an der Wand und man fragt sich, wird hier die Flagge angebetet oder Gott? Die Türkei dreht sich seit Jahrzehnten im Kreis und bekommt die Geister die sie seit der Staatsgründung heraufbeschwor offensichtlich nicht los. Und um zum Schluss zu kommen. Sorry Leute aber auf diese Geister kann die EU voll und ganz verzichten.

  7. Gordon Brown sagt:

    Wenn ich hier die Argumentation Lese, bin ich froh, dass in der EU zum Glück auch auch andere kluge Köpfe hat, die leider aus Großbriten, Italien, Spanien, Portugal, Schweden Polem, Tschechei etc. kommen. Warum müssen deutsche Politiker immer wieder meckern und miese Stimmung machen? Das ist peinlich vor der ganzen welt. Niemand will uns was Böses. Mit dem Beitritt der Tüekei werden wir in der Energiepolitik, im militärischen und politischen Bereich und im Hinblick auf die Absatzmärkte im Osten und auf die geo-politische Lage der Türkei sehr stark profitieren. Türkei wird wirtschaftlich, politisch und Kulturell eine Brückenfunktion erfüllen, wie es schon Obama uns versucht hat klar zu machen. Eine EU mit der Türkei wird in der moslemischen Welt Gehör finden und sie glaubwürdiger, und handlungsfähiger machen. Durch die Türkei würde sich der politische wirtschaftliche Handlungsraum auf die moslemischen Länder in Afrika, auf den arabischen Raum und auf die Türk-Völker wie Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan Tacikistan und einige weitere Länder erweitern. Schon heute wird Türkisch im mittelasiatischen Bereich von ca. 120 Mio. Menschen gesprochen. Eine Türkei in Armen Russlands oder Chinas würde die EU nach Osten absolut isolieren.
    Wie wir es anhand von Wirtschaftskrisen, von Umweltkatastrophen, von Energiekrisen und von weiteren Auseinandersetzungen schon heute ersehen können, sind die politische Machtstellung und der wirtschaftliche Wohlstand der EU aufgrund der fortschreitenden Globalisierung auf Dauer nicht garantiert. In Zukunft müssen wir mit neuen Herausforderungen rechnen, auf die wir uns vorbereiten müssen. Da reicht es nicht, wenn wir uns von Straßenparolen, von jugendlichen Gewalttätern aus Migrantenfamilien und von der bayrischen Landespolitik der CSU zu solcher hinterwäldlerischen Politik verleiten lassen, ja sogar noch versuchen, diese Politik auf ganz Europa über zu stülpen. Klar müssen die sozialen Missstände im Hinblick auf die Migranten auf den Tisch gelegt, auf eine faire weise diskutiert und gelöst werden. Diese sind aber keine unüberwindbaren Probleme, an denen die EU-Politik Deutschlands ausgerichtet werden sollte. An dieser Stelle muss ich immer wieder auf die Briten hinweisen, die weltpolitisch immer wieder sehr intelligent gehandelt haben. Warum spielt Deutschland mal nicht die Vorreiterrolle in der Weltpolitik und muss sich von einer Landespartei wie die CSU in die Landespolitik hineinziehen lassen. Leidet die Frau Merkel unter mangelnder Weitsicht oder hat sie die Stimmen so arg nötig, dass sie sich auf solche peinliche Aktionen mit Sarkozy einlassen muss?

    Nun, warum möchte die die Türkei in die EU ? Wegen den Subventionen? Weil sie alle nach Deutschland wollen? Weil sie Moscheen bauen wollen? Weil sie uns Kopftücher überstülpen wollen? Nun diese Ängste sind sehr ernst zu nehmen, so ernst, dass sie unsere Comic-Hefte schmücken sollten, damit wir zu schweren Zeiten auch was zu lachen haben. Wer die Türkei kennt, weiß, dass sie den Islam nie so gelebt hat, wie manch anderes moslemisches Land. Wir sollten sie nicht mit arabischen Ländern verwechseln. Das ist eigentlich eine sehr offene Gesellschaft. Wer in der Türkei war, wird wissen was ich meine. Sie ist traditionell ist mit Europa verwurzelt und hat traditionel gute Beziehungen zu den USA, und bis jetzt auch zu Deutschland. Sie unterhällt sehr gute Militärische Bezihungen zu Israel beide Länder kooperiern militärisch miteinander. Die Türken haben zu Holocaust-Zeiten vielen Juden das Leben gerettet, und das weiß Israel auch heute noch zu schätzen. Nur deshalb kann sich her Erdogan eine direkte Kritik wie in Davos leisten, wie es sonst keiner leisten kann. Israel sieht in der Türkei den einzigen verbündeten im nahen Osten. Die USA sehen das. Warum sollte die TR die privilegierte Partnerschaft annehmen. Das wird sie nicht tun, denn sie hat auch andere Optionen. Ich hoffe dass wir sie für uns gewinnen, nur so sind wir stärker.
    Frau Merkel und Herr Sarkozy können heitaten und eine Dorfgemeinde an der Grenze DE/FR regieren. EU-politik machen sie nicht. Es gibt keine Stimme von mir. No Way!

  8. Ahmet sagt:

    @Boli,

    sehr sehr guter Beitrag!!! Habe alles selber durchmachen müssen, sprich marschieren im Schulhof usw. Lebe wieder in Europa und freue mich, dass ich von da weg bin.
    Die Türkei hat wegen ihrer Religion, Kultur, Bräuche, Sitten und Traditionen absolut nichts in der EU verloren und deswegen werde ich auch gegen den Beitritt der TR wählen.

  9. Michael Jacko sagt:

    Lieber Herr Gordon Brown,

    WIeso muss man als EU für eine Türkei in die Knie fallen. So stellen wir uns nicht eine strake EU vor. Alles dreht sich rund um Israel. Das ist leider Tatsache. Ich mag keine Verschwörungstheorien aber wir eine halbe Milliarde können uns nicht ständig für ein Israel opfern. Ich habe nichts dagegen das die EU Pro-Israel ist.
    Letztendlich, wenn die Türkei in die EU aufgenommen wird bekommt sie eines Tages im EU-Parlament fast die gleiche Macht wie Deutschland.
    Ich denke in diesem Fall können wir uns alle gut vorstellen welche Nachteile dies bringen wird.
    Wir müssen auch an unsere Kinder denken bzw. ein Kontinent aufbauen das langfristig friedlich bleibt.
    Hört doch endlich ein Moment auf an euren Taschen zu denken. Wir müssen verdammt nochmal von unseren Fehlern lernen.

    Michael

    Gegen Beitritt der Türkei in die EU.

  10. Schneter sagt:

    Kulturgeographisch gehört Georgien und Armenien mehr zu Europa, als es die Türkei jemals tun wird! Die Türkei gehört nicht in die EU sondern zu irgendeiner adäquaten Gemeinschaft innerhalb der arabischen Länder. Die EU ist ein Christenclub, und das ist gut so. Man sieht ja, wieviele Probleme es mit dem Glaubenskonflikt, allem voran mit dem christlich-islamischen, gibt.


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