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Migration und Integration in Deutschland

Es waren vor allem die übrig gebliebenen einheimischen Geringqualifizierten, die die Gastarbeiter als ungeliebte Konkurrenten empfanden.

Stefan Luft, Staat und Migration, 2009

Wesel

CDU benennt Türkischstämmige für Integrationspreis

Der CDU Stadtverband Wesel hat für den vom Integrationsrat erstmals ausgeschriebenen Förderpreis „Miteinander für Wesel“ die türkischstämmige Günay Kocak vorgeschlagen. Die 41-jährige Mutter einer siebenjährigen Tochter habe unter anderem die IKRA-Superlearning gegründet und sei Träger für Integrationskurse beim Bundesamt für Migration.

DATUM13. Mai 2009

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Sie beschäftige sich schwerpunktmäßig mit Integration und Weiterbildung. Auch in ihrer Freizeit engagiere sich die in der Türkei geborene Weselerin unter anderem im interreligiösen Dialogkreis Wesel, in der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und im NRW-Elternnetzwerk „Integration miteinander“, heißt es in einem Schreiben des Fraktionsvositzenden Rudolf Spelmanns an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Die SPD-Fraktion schlägt die Landsmannschaft „Harmonie” der Deutschen aus Russland für den Förderpreis vor. Die Gruppe widme sich der Integration der aus Russland kommenden Deutschen und biete eine Vielzahl von Aktivitäten an.

Die Entscheidung fällt am 14. Mai in nichtöffentlicher Sitzung des Integrationsrates. Mit dem mit 750 Euro dotierten Preis, sollen Vereine, Gruppen oder Einzelpersonen gewürdigt werden, die sich für ein friedliches Miteinander und wachsende Integration in der Stadt einsetzen. Verliehen wird der Förderpreis im Rahmen der Interkulturellen Tage am 26. Juni.

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6 Kommentare
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  1. Hallo, das ist ja mal was neues, dass die CDU eine Türkeistämmige für einen Preis vorschlägt!

    Hierzu kann ich eine weitere ausländische Mitbürgerin für einen Integrationspreis vorschlagen:
    Fitnat Ahrens

    Die Bayerin engagiert sich mit Erfolg an einem Internationalen Kindertheater und schrieb sogar in deutscher Sprache ein orientalisch-westlich orientiertes Fantasy-Roman.

    Auch hier sollte man den Blick werfen!

    Liebe Grüße
    Sarah

  2. Anne sagt:

    Wenn ich nur beim Thema „Superlearning“ nicht immer so böse Assoziationen hätte. Wenn ich das googele, kommt immer wieder Scientology in den links.
    Und gerade bei Nachhilfe und Sprachförderung für ausländische Kinder sind mir so ein paar Institute aufgefallen – wo dann Institutsleiter und Lehrer meinen, sie würden ja sooo missverstanden, und gerade bei den Muslimen müsse man ja wissen, wie das ist.
    Skepsis bei mir.

  3. Kuddel sagt:

    Tolle Wurst. Ich frag mich nur, wann man denn erste Integrations-Effekte bemerken kann. Der Integrationspreis für Türken und Russen, die beiden Problemgruppen müssen mal wieder pädagogisch berieselt werden. Supi!

  4. Boli sagt:

    Hört sich zumindest mal nicht schlecht an.

  5. Kuddel sagt:

    Wikipedia sagt:
    Unter den beiden Begriffen „Suggestopädie“ und „Superlearning“ sind vergleichbare Ansätze zu verstehen, die beide durch die Bereitstellung von visuellen, kinästhetischen und auditiven Reizen versuchen, den Lernvorgang gehirngerecht aufzubereiten und ganzheitlich zu gestalten.
    Die Aspekte von Suggestopädie (mit Lehrer) und Superlearning (ohne Lehrer) widersprechen dem psychologischen Mainstream nicht grundsätzlich. So wird beispielsweise durch Lernspiele der Wettbewerbsgedanke in Kleingruppen einer Klasse gegeneinander ausgespielt, so dass die Motivationskonzepte sich von konventionellen Unterrichtsformen stark unterscheiden. Im Wechsel von Bewegung und Ruhe eines dramaturgisch abgestimmten Lernprozesses wird die Rolle von Entspannung für Informationsverarbeitung betont und gefordert, um den Wechsel von Anspannung- und Entspannungsphasen für Lernprozesse nutzbar zu machen.

    Kritiker der Suggestopädie weisen darauf hin, dass im Rahmen suggestopädischer Lehrmaterialien und Seminare häufig aus der Forschung bekannte Effekte (z.B. Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation oder der als Rosenthal-Effekt bekannte Glaube des Lehrers an den Erfolg des Schülers) mit überzogenen Wirkungsversprechen kombiniert werden (vgl. Lukesch, 2000). Hinzu kommen oft wirtschaftliche Motive. Ballstaedt (2005) fasst die Kritik wie folgt zusammen: „Sie wollen die Angst vor den Anforderungen des Lernens nehmen und damit Geld verdienen. Im Milieu der ‚Demiscience‘ angesiedelt, bieten die Theoreme und Praktiken zwar nicht nur Unsinn, aber sie können ihre Versprechen nicht halten (Lukesch 2000). Theoretisch greifen sie meist in simpler Form auf die Gehirnforschung zurück (zum Beispiel die Hemisphärenspezialisierung), Empirisch lassen sich die Erfolge nicht bestätigen.“

    Na, da ist der „Integrationspreis“ bestimmt an die Richtigen gegangen.

  6. Sabrina M. sagt:

    @Kuddel
    Erste Integrationseffekte? Du lebst wohl anscheinend im Ghetto. Sicherlich gibt es ungebildete Ausländer, aber „erfolgreich integrierte“ (wie schön wir das nennen) sind nicht gerade wenig, es sei denn man ist blind dafür.

    …als ob es unter uns Deutschen keine Idioten gibt. Integration bedeutet nicht Assimiliation, sondern auch WIR müssen uns anstrengen, uns verständigen, Respekt zeigen.!!!

    DU bist meiner Meinung nach ein misslungenes Beispiel…. und gehörst zu dieser Problemgruppe der Integrationsverweigerer…

    @Anne: Was soll das denn? Gerade bei Muslimen müsse man ja wissen, wie das ist??? Ach, ihr seid blind mit solchen Vorurteilen, ….



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