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Berlin

Weiter rückläufige Einbürgerungszahlen

In Berlin haben im Jahr 2008 rund 6.500 Menschen den Deutschen Pass erhalten. Damit sank die Einbürgerungsquote im zweistelligen Bereich, bei Türkeistämmigen sank die Quote sogar überdurchschnittlich.

Im Jahr 2008 haben in Berlin nur 6.482 Menschen den Deutschen Pass erhalten.1 Die Einbürgerungsquote sank damit im zweistelligen Bereich (-11,3 %). Ehemalige türkische Staatsangehörige haben mit 2.080 die meisten Einbürgerungsanträge gestellt, was ebenfalls einem Rückgang von 12,7 % entspricht.

Mit 393 Einbürgerungen liegen ehemals libanesische Staatsbürger (- 6,2 %) an zweiter Stelle, gefolgt von Serben (344/-20,2 Prozent) und Irakern (325/-9,0 %). Jeweils fast um die Hälfte ging die Zahl der Einbürgerungsanträge von Vietnamesen (185/- 44,5 %) und Staatsbürgern aus der Russischen Föderation (157/- 44,1 %) zurück.

Aufenthaltsdauer
Von den 6.842 neu eingebürgerten Deutschen hatten 960 eine Aufenthaltsdauer von unter 8 Jahren. 3.251 Personen hatten eine Aufenthaltsdauer von 8-15 Jahren, 1.574 Personen von 15-20 Jahren und 1.057 Personen von über 20 Jahren.

Mehrstaatigkeit
Von allen eingebürgerten Personen im Jahre 2008 konnten 41,5 % ihre bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten. Im Jahr 2007 lag die Quote für doppelte Staatsbürgerschaften bei 38,5 %. 340 von 2.080 türkischstämmigen wurden unter Hinnahme der Mehrstaatigkeit eingebürgert (doppelte Staatsbürgerschaft), was einer Quote von 16,3 % entspricht.

Die Einbürgerungsquote unter Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit lag bei Libanesen, Irakern, Polen und bei Iranern bei nahezu 100 %. 72,7 % der Serben und 43,3 % der Menschen aus der russischen Föderation erhielten ebenfalls die doppelte Staatsbürgerschaft.

  1. Qulle: http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-13073.pdf  []