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Türkische Presse Europa

31.03.2009 – Integrationsausschuss, Böhmer, Türkei, TGD, Kenan Kolat, OB Schramma

CDU, FDP und GRÜNE wollen die Integrations- und Ausländerbeiräte in Integrationsausschüsse überführen. Das berichtet die TÜRKIYE in ihrer heutigen Ausgabe. Kritik kommt von Britta Altenkamp (SPD). In den Integrationsausschüssen würden die Stadträte tätig werden. Engagierte Migranten ohne Ratsmandat würden dann nicht mehr ernst genommen.

Integrationsausschuss in den KommunenCDU, FDP und GRÜNE wollen die Integrations- und Ausländerbeiräte in Integrationsausschüsse überführen. Das berichtet die TÜRKIYE in ihrer heutigen Ausgabe. Kritik kommt von Britta Altenkamp (SPD). In den Integrationsausschüssen würden die Stadträte tätig werden. Engagierte Migranten ohne Ratsmandat würden dann nicht mehr ernst genommen.

Böhmer in der Türkei
Bemerkenswert wenig wird in der türkischsprachigen Presse über den Türkei-Besuch der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer berichtet. Nur in TÜRKIYE und HÜRRIYET wird die Reise erwähnt, dies aber auch nur in kurzen Beiträgen. Beide begnügen sich damit, die Stationen der Reise kurz aufzuzählen.

Kenan Kolat und die 60-Jahrs-Feier
Auch heute greift die ZAMAN die Kritik an der 60-Jahres-Feier der Türkischen Gemeinde Deutschland (TGD) auf. „Warum hat sich Kenan Kolat lächerlich gemacht?“ fragt Ismail KUL in seiner Kolumne. Kul stellt die Frage nach der Repräsentanz der TGD. Wie viele vertrete eigentlich diese kleine, im Namen große Gruppe? Kul weißt auf die Unterschiede in vielen Punkten zwischen dem christ-demokratischen Innenminister Schäuble und dem Links-Kemalisten Kolat hin. Während Schäuble nichts gegen die Sichtbarkeit von Religion in der Gesellschaft habe, müssten die Links-Kemalisten wohl bei der kommunistischen SED alter Garde verortet weren. Dennoch könnten sich beide an einem Punkt treffen, nämlich wenn es um die Islam-Politik in Deutschland gehe.

Keskin: „Deutschland ist bei der Integration erfolglos“
Die TÜRKIYE  räumt Prof. Hakki Keskin und seinem neuen Buch „Deutsch-türkische Perspektiven“ breiten Raum ein. Keskin kritisierte die Integrationspolitk als erfolglos. Wo es Ausgrenzungen und Diskriminierungen gebe, könne es keine erfolgreiche Integration geben. Während er für vieles Deutschland dankbar sei, müsse man sich doch fragen, warum er sich mit Deutschland trotz dieser Dankbarkeit dennoch nicht identifizieren könne. Er sei es leid, als Türke immer wieder ausgefragt zu werden, sich permanent verteidigen zu müssen, und sich immer erklären zu müssen.

OB Schramma wird nicht wieder kandidieren
Die TÜRKIYE  greift auch die aktuellen Ereignisse in Köln auf. Mit der Überschrift „Türken-Freund Schramma verabschiedet sich“ berichtet die Zeitung über die Entscheidung des Oberbürgermeisters, sich nicht mehr zur nächsten OB-Wahl in Köln zu stellen. Damit wolle Schramma verhindern, dass das der Einsturz des Stadtarchivs zum Wahlkampf-Thema wird.