MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Viele wollen sich aber nicht entscheiden. Da schlagen zwei Seelen in ihrer Brust. Lassen wir doch beide Herzen schlagen! Wir brauchen die jungen Leute.

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) über die doppelte Staatsbürgerschaft, Neujahrsempfang am 17. Januar 2010

Türkische Presse Europa

31.03.2009 – Integrationsausschuss, Böhmer, Türkei, TGD, Kenan Kolat, OB Schramma

CDU, FDP und GRÜNE wollen die Integrations- und Ausländerbeiräte in Integrationsausschüsse überführen. Das berichtet die TÜRKIYE in ihrer heutigen Ausgabe. Kritik kommt von Britta Altenkamp (SPD). In den Integrationsausschüssen würden die Stadträte tätig werden. Engagierte Migranten ohne Ratsmandat würden dann nicht mehr ernst genommen.

Integrationsausschuss in den KommunenCDU, FDP und GRÜNE wollen die Integrations- und Ausländerbeiräte in Integrationsausschüsse überführen. Das berichtet die TÜRKIYE in ihrer heutigen Ausgabe. Kritik kommt von Britta Altenkamp (SPD). In den Integrationsausschüssen würden die Stadträte tätig werden. Engagierte Migranten ohne Ratsmandat würden dann nicht mehr ernst genommen.

Böhmer in der Türkei
Bemerkenswert wenig wird in der türkischsprachigen Presse über den Türkei-Besuch der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer berichtet. Nur in TÜRKIYE und HÜRRIYET wird die Reise erwähnt, dies aber auch nur in kurzen Beiträgen. Beide begnügen sich damit, die Stationen der Reise kurz aufzuzählen.

Kenan Kolat und die 60-Jahrs-Feier
Auch heute greift die ZAMAN die Kritik an der 60-Jahres-Feier der Türkischen Gemeinde Deutschland (TGD) auf. „Warum hat sich Kenan Kolat lächerlich gemacht?“ fragt Ismail KUL in seiner Kolumne. Kul stellt die Frage nach der Repräsentanz der TGD. Wie viele vertrete eigentlich diese kleine, im Namen große Gruppe? Kul weißt auf die Unterschiede in vielen Punkten zwischen dem christ-demokratischen Innenminister Schäuble und dem Links-Kemalisten Kolat hin. Während Schäuble nichts gegen die Sichtbarkeit von Religion in der Gesellschaft habe, müssten die Links-Kemalisten wohl bei der kommunistischen SED alter Garde verortet weren. Dennoch könnten sich beide an einem Punkt treffen, nämlich wenn es um die Islam-Politik in Deutschland gehe.

Keskin: „Deutschland ist bei der Integration erfolglos“
Die TÜRKIYE  räumt Prof. Hakki Keskin und seinem neuen Buch „Deutsch-türkische Perspektiven“ breiten Raum ein. Keskin kritisierte die Integrationspolitk als erfolglos. Wo es Ausgrenzungen und Diskriminierungen gebe, könne es keine erfolgreiche Integration geben. Während er für vieles Deutschland dankbar sei, müsse man sich doch fragen, warum er sich mit Deutschland trotz dieser Dankbarkeit dennoch nicht identifizieren könne. Er sei es leid, als Türke immer wieder ausgefragt zu werden, sich permanent verteidigen zu müssen, und sich immer erklären zu müssen.

OB Schramma wird nicht wieder kandidieren
Die TÜRKIYE  greift auch die aktuellen Ereignisse in Köln auf. Mit der Überschrift „Türken-Freund Schramma verabschiedet sich“ berichtet die Zeitung über die Entscheidung des Oberbürgermeisters, sich nicht mehr zur nächsten OB-Wahl in Köln zu stellen. Damit wolle Schramma verhindern, dass das der Einsturz des Stadtarchivs zum Wahlkampf-Thema wird.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...