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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Türkische Presse Europa

13.03.2009 – Amoklauf in Winnenden, Ole von Beust, Kopftuchverbot

Hauptthema der türkischen Zeitungen ist erneut der Amoklauf in Winnenden. SABAH räumt Äußerungen von Mehmet Karal, einer der wenigen türkischstämmigen Lehrer in Deutschland und im Ruhestand, Platz ein: „Die Schüler in Deutschland haben keine Anhaltspunkte mehr, wo sie sich mit ihren Problemen wenden können.“

Amoklauf in Winnenden
Hauptthema der türkischen Zeitungen ist auch heute der Amoklauf in Winnenden. SABAH räumt Äußerungen von Mehmet Karal, einer der wenigen türkischstämmigen Lehrer in Deutschland und im Ruhestand, Platz ein: „Die Schüler in Deutschland haben keine Anhaltspunkte mehr, wo sie sich mit ihren Problemen wenden können. Als Lehrer hat man es in Deutschland besonders schwer. Die Lehrer in den Schulen haben überhaupt nichts mehr zu sagen. Wenn sie als Lehrer einen der Schüler nur berühren, werden sie als Gewalttätiger angezeigt. Seine Freunde treten als Zeugen auf und im nu ist der Lehrer verurteilt. Die Schüler lachen über die Kirchen genau so wie über die Moscheen. Woran sollen sie sich richten?“ Karal sei vor allem unglücklich weil Medien das Problem bis jetzt als solches nicht erkannt haben.

HÜRRIYET berichtet hingegen über eine Schülerin, die beim Amoklauf verletzt wurde. „Ich bin mit dem Täter in Blickkontakt gekommen. Ich dachte ich werde sterben, er hat aber die Waffe nicht auf mich sondern auf meine Freunde gerichtet. Ich habe überlebt, meine Freunde aber sind gestorben“, so die Schülerin. Die ZAMAN macht darauf Aufmerksam, dass acht der gestorbenen Mädchen sind.

Kopftuchveranstaltung in Worms
TÜRKIYE berichtet über eine Veranstaltung in Worms. In der vom Ausländerbeirat Worms organisierten Veranstaltung wurde über das Kopftuch diskutiert. Anlass der Veranstaltung war das Kopftuchverbot einer Lehrerin in der Stadt. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass das Kopftuch kein politisches Symbol ist. Schlagzeile der TÜRKIYE: „Kopftuch ist kein Symbol, sondern ein Recht“.

Integrationskurse in Köln
Einem Bericht der HÜRRIYET zufolge wurde in Köln der dritte Integrationskurs der Firma Saidex eröffnet. Gast der Eröffnung war die SPD Landesabgeordnete Anke Brunn. Brunn bekräftigte die Bedeutung der Vielfalt der Sprachen und äußerte, dass in der deutschen Bildungspolitik Defizite vorhanden seien.

Visa-Warndateigesetz wurde gestoppt
TÜRKIYE berichtet heute über das Scheitern des Gesetzes zum Visa-Warndatei. Dem Bericht zufolge beschuldigen sich die Regierungsparteien im Bundesrat gegenseitig für das Scheitern des Gesetzes. CDU und CSU würden für das Scheitern des Gesetzes die SPD verantwortlich machen.

Hamburg-Bürgermeister Ole von Beust möchte Ausländeranteil erhöhen
Der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust möchte einem Bericht der HÜRRIYET zufolge die Mitarbeiteranzahl der Migranten bei der Stadt Hamburg erhöhen. Seit 2006 sei die Anzahl der Migranten um 3,7 % angestiegen. Im Jahre 2011 wolle der Bürgermeister den Migrantenanteil auf 20 % erhöhen.

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