„Migrantinnen sind häufiger erwerbslos, wir finden sie seltener in Führungspositionen, für sie ist der Lohnunterschied noch größer und sie sind häufiger von Gewalt betroffen. Das ist die beschämende Analyse“, sagte Nebahat Güçlü, frauen- und migrationspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion. „Es ist Zeit, sie deutlich in den Fokus staatlicher Hilfen zu nehmen. Der gerade in der Bürgerschaft verabschiedete Haushalt 2009/2010 enthält solche Akzente und auch die grüne Initiative für ein Interkulturelles Frauenwirtschaftszentrum setzt hier an. Wir sind auf dem richtigen Weg.“
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Die Bürgerschaft habe mit dem Haushalt 2009/2010 ein Wohnprojekt für von Zwangsheirat bedrohte junge Frauen und Mädchen auf den Weg gebracht. Darüber hinaus werde die Präventionsarbeit bei den interkulturellen Gewaltberatungsstellen mit 60.000 Euro ausgebaut. 65.000 Euro zusätzlich erhalte FLAKS in Altona, ein Projekt, das modellhaft zeige, wie Gleichstellung und Integrationsarbeit mit generationenübergreifender soziale Arbeit verknüpft werden könne.
Bereits im Februar habe die Bürgerschaft auf Initiative der GAL die Schaffung eines Interkulturellen Frauenwirtschaftszentrums verabschiedet. Damit werde die Hamburger Infrastruktur für Existenzgründungen um ein wichtiges, passgenaues Element für Frauen erweitert. “Wir erwarten spürbare Impulse für die Hamburger Wirtschaft, für eine bessere Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben und bessere Integration durch eine größere ökonomische Unabhängigkeit – insbesondere von Migrantinnen. Auch der Runde Tisch Prostitution, der sich am 5. März konstituiert hat, ist von besonderer Bedeutung für Migrantinnen. Denn sie machen schätzungsweise 60 Prozent der Sexarbeiterinnen aus.”, so Güclü.
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