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Migration und Integration in Deutschland

[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

Veranstaltungsreihe

Frank-Walter Steinmeier auf „Deutsch-türkische Perspektiven“

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier ist heute (16.02.2009) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Deutsch-türkische Perspektiven“ mit Vertretern der türkischen Gemeinde in Deutschland zusammengetroffen.

Neben einem Gedankenaustausch über aktuelle wirtschafts- und europapolitische Fragen im deutsch-türkischen Verhältnis nutzte der Bundesminister die Gelegenheit, das kulturpolitische Engagement des Auswärtigen Amts in der Türkei darzustellen, insbesondere die gemeinsam mit Staatspräsident Abdullah Gül gegründete Ernst-Reuter-Initiative, die geplante deutsch-türkische Universität in Istanbul und die Errichtung der Künstlerakademie Tarabya in Istanbul. Dazu sagte Bundesminister Steinmeier:

„Konkrete Zusammenarbeit zwischen den Kulturen ist das beste Mittel, um Vorurteile und Fehlwahrnehmungen zu überwinden. Dieser Gedanke stand Pate bei der Ernst-Reuter-Initiative, die Abdullah Gül und ich im Sommer 2006 nach dem Karrikaturenstreit ins Leben gerufen haben. Und er stand Pate bei weiteren Kulturprojekten: bei der geplanten Errichtung der deutsch-türkischen Universität und bei der Künstlerakademie Tarabya.

Die Einrichtung einer Künstlerakademie in der ehemaligen Sommerresidenz des deutschen Botschafters, Tarabya, war ein Vorschlag aus der Mitte des Deutschen Bundestages, den ich gerne aufgegriffen habe. Inzwischen haben wir das Goethe-Institut als verantwortlichen Träger gewonnen, das Nutzungskonzept mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gemeinsam erarbeitet und werden es in diesen Tagen dem Deutschen Bundestag zuleiten. Ich bin daher optimistisch, dass die erforderlichen Haushaltsmittel nun durch den Bundestag frei gegeben werden können.“

Weitere Einzelheiten über das Treffen im Presseschau – Türkische Presse vom 17.02.2009

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