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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Maria Böhmer

„Patinnen und Paten leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft“

Die „Aktion zusammen wachsen“ mit ihren zahlreichen Patenschaftsprojekten für junge Menschen aus Zuwandererfamilien erhält einen Qualitätsschub. Ab sofort können die Projektbetreuer mit Hilfe von neu entwickelten Fragebögen ihre Arbeit einschätzen.

Diese Selbstbewertungsbögen zur Qualitätssicherung sind auf der Internetseite www.aktion-zusammen-wachsen.de abrufbar. Die Seite bietet jetzt auch einen Überblick über die verschiedenen Modelle der Anerkennung für ehrenamtlich Engagierte. Mit der „Aktion zusammen wachsen“ unterstützt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, Patenschaftsprojekte, um so die Bildungschancen von Menschen aus Zuwandererfamilien zu erhöhen. 36 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren engagieren sich freiwillig – das sind mehr als 23,4 Millionen Menschen in Deutschland.

„Bürgerinnen und Bürger, die eine Patenschaft übernehmen und sich in ihrer Freizeit für ein gemeinnütziges Projekt engagieren, leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft“, so Böhmer. „Es ist wichtig, den Freiwilligen zu zeigen, dass ihr Engagement wahrgenommen und wertgeschätzt wird.“

Der Überblick zu den in der Praxis angewendeten Modellen der Anerkennung zeigt, welche Modelle Freiwilligenorganisationen und Patenschaftsprojekte in Deutschland, aber auch international bereits jetzt nutzen. Es wird deutlich, dass ganz unterschiedliche Akteure wie Bundes- und Landesregierungen, Dachverbände, Bildungseinrichtungen oder auch die Patenschaftsprojekte selbst Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement ausdrücken können. Dazu gehören beispielsweise Ehrenamtskarten, die zu Rabatten oder vergünstigten Eintritten in ausgewählten öffentlichen Einrichtungen berechtigen, oder Anstecknadeln und Urkunden, die das freiwillige Engagement nach außen dokumentieren.

Die Möglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die Motive der Freiwilligen, sich zu engagieren. „Die verschiedenen Modelle der Anerkennung dienen sowohl als Motivation für die Aktiven wie auch als Hilfe für Projekte, um neue Freiwillige zu gewinnen“, sagt Böhmer. „Der Überblick schafft eine gute Grundlage für weitere Planungen von Politik, Patenschaftsprojekten und Freiwilligenorganisationen, um praktizierte Modelle zu verbreiten und neue Modelle entwickeln zu lassen.“

Die Selbstbewertungsbögen zur Qualitätssicherung richten sich an Betreuerinnen und Betreuer der Patenschaftsprojekte. Mit diesen Fragebögen können sich Projekte an „Idealstandards“ messen und Bereiche innerhalb ihrer Organisation identifizieren, in denen es noch Verbesserungspotenzial gibt. Es steht je ein separater Fragebogen für kleine, mittlere und große Projekte zur Verfügung. Jeder dieser Fragebögen ist in zehn Aufgabenfelder unterteilt, die von der Gewinnung der Patinnen und Paten bis zum Abschluss der Patenschaft reichen.

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