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Integrationspolitik

Maria Böhmer lädt zu internationaler Konferenz

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, hat für Mitte Juni zu einer Konferenz mit Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten nach Berlin eingeladen.

Am 15. und 16. Juni soll über den Stand der Entwicklung von Integrationsindikatoren gesprochen werden. „Wir müssen in der EU den Blindflug in der Integrationspolitik beenden. Alle Mitgliedsstaaten gestalten Integrationspolitik aktiv. Alle nutzen oder entwickeln zurzeit Indikatoren und Benchmarks, um Integrationspolitik zielgenauer und wirksamer zu machen“, erklärte Staatsministerin Maria Böhmer. „Deutschland investiert jährlich etwa 750 Millionen Euro für primäre Maßnahmen der Integration, allein für die Integrationskurse 174 Millionen Euro. Es ist deshalb wichtig, dass wir unsere Erfahrungen in diesem Bereich international austauschen“, betonte Staatsministerin Böhmer.

Indikatoren sind ein Steuerungsinstrument, das die Politik zunehmend braucht, um Integration effektiver gestalten zu können. Das Bundeskabinett hat bereits im vergangenen Juni ein Set mit 100 Integrationsindikatoren zu 14 Themenfeldern verabschiedet, das zurzeit wissenschaftlich erprobt wird. Themenfelder sind unter anderem die Bereiche Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt, soziale Integration und Einkommen, gesellschaftliche Integration, Wohnen, Gesundheit, Mediennutzung und Kriminalität. Das Integrationsmonitoring beschreibt die Entwicklung der Integration der Menschen aus Zuwandererfamilien im Zeitverlauf und bietet somit wesentliche Ansatzpunkte für die Verbesserung integrationspolitischer Instrumente und Maßnahmen. Mit der Entwicklung der Indikatoren setzt der Bund seine Selbstverpflichtung aus dem Nationalen Integrationsplan um.