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Migration und Integration in Deutschland

Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

Nordrhein-Westfalen

Mehr Italiener für die deutsche Staatsbürgeschaft gewinnen

Der Integrationsbeauftragte der Landesregierung und das Komitee der Italiener im Ausland im Konsularbezirk Köln werben gemeinsam für mehr Einbürgerung. Zu diesem Zwecke unterstützt das Komitee die Einbürgerungskampagne des Landes mit eigenen Aktionen.

Neben Plakaten und Informationsmaterial werben insbesondere jugendliche Botschafter mit dem Namen „GIOCO“ durch gezielte Ansprache in der italienischen Gemeinde dafür, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen.

„Im Jahr 2007 haben sich lediglich 307 Italienerinnen und Italiener in Nordrhein-Westfalen einbürgen lassen. Insgesamt leben aber über 125.000 Italienerinnen und Italiener in Nordrhein-Westfalen. Auch wenn von diesen nicht alle die Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllen, können wir davon ausgehen, dass dennoch ein großer Teil diese Voraussetzungen erfüllt und sich einbürgern könnte“, erklärte der Integrationsbeauftragte.

Eine Einbürgerung ist ein wichtiger Schritt im Integrationsprozess. Die durch Einbürgerung gegebene vollständige Teilhabe an allen staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten trägt zur Identifikation mit dem demokratischen Gemeinwesen bei und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl insgesamt.

Die Vorsitzende des Komitees der Italiener im Ausland für den Konsularbezirk Köln, Rosella Benati, verdeutlicht, dass den italienischstämmigen Menschen bewusster zu machen ist, dass durch die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit nicht die Identität oder Herkunft aufgegeben wird. „Diese unbegründete Befürchtung müssen wir ihnen nehmen. Wir machen auch darauf aufmerksam, dass mit dem Erwerb der deutschen die italienische Staatsbürgerschaft nicht aufgege¬ben werden muss“, so Rosella Benati weiter.

Der Integrationsbeauftragte appellierte daher gemeinsam mit dem Komitee der Italiener im Ausland an die hier lebenden Italienerinnen und Italiener sich einbürgern zu lassen. Der Integrationsbeauftragte Thomas Kufen: „Ich freue mich, wenn mehr in Nordrhein-Westfalen lebende Italienerinnen und Italiener sagen würden: Hier bin ich 100 Prozent zuhause. Hier will ich mitgestalten. Daher entscheide ich mich für die deutsche Staatsbürgerschaft.“

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