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Südwesten

Trotz Wirtschaftskriese sinkt die Zahl der arbeitslosen Ausländer

Im vergangenen Jahr gab es in Baden-Württemberg so wenige arbeitslose Ausländer wie seit elf Jahren nicht mehr. Dies verkündete am Montag das Statistische Landesamt in Stuttgart.

Den positiven Trend könne man sich mit der erfolgreichen Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr 2008 erklären. Obwohl die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt negativ beeinflusst habe, habe man dennoch ein erfolgreiches Jahr erlebt. Somit weise der Südwesten deutschlandweit die beste Arbeitslosenquote unter Ausländern auf.

Die erfreuliche Entwicklung lasse sich leicht mit Zahlen beschreiben. Während zwei Jahre zuvor fast 66 000 Menschen ohne die deutsche Staatsangehörigkeit arbeitslos gemeldet waren, sei diese Zahl im Jahre 2008 um knapp 10 000 Menschen gesunken, was einem Wert von 14,9 Prozent entspreche. Auch die Quote sank um 1,7 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent im vergangenen Jahr.

Im Kreis- und Städtevergleich innerhalb des Landes schneiden die einzelnen Städte und Kreise unterschiedlich gut ab. Mehr als die Hälfte der 44 Stadt- und Landkreise befinden sich unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 10,3 Prozent. Im Einzelnen betrachtet sticht besonders der Bodenseekreis mit 6,8 Prozent hervor, wogegen der Stadtkreis Baden-Baden mit 18,5 Prozent Arbeitslosenquote als Schlusslicht der Tabelle für Aufmerksamkeit sorgt. Landeshauptstadt Stuttgart blieb mit 10,2 Prozent noch knapp unter dem Landesdurchschnitt, andere Großstädte wie Heidelberg und Mannheim hingegen wiesen einen höheren Schnitt auf.

Bei der Auswertung der Statistiken sollte man noch in Anbetracht ziehen, dass 25 Prozent der Bevölkerung im Lande einen Migrationshintergrund hat und der Südwesten somit den höchsten Migrantenanteil aller Flächenländer aufweisen kann. Laut der Statistik lebten am 31. Dezember 2007 1,3 Millionen (11,8 Prozent) Menschen ohne deutschen Pass in Baden-Württemberg.